SCHORTENS - Mahnende Worte gab es am Freitagabend in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Schortens mit den Ortswehren Accum, Schortens und Sillenstede im Bistro bei Schlimgen in Roffhausen: Knackpunkt sind die Pflichten der Feuerwehrleute, die nicht von allen ernst genug genommen werden. Stadtbrandmeister Egon Onken sprach die Defizite deutlich an, lobte aber zugleich den hervorragenden Einsatz aller pflichtbewussten Feuerwehrfrauen und –männer.
Auch wenn die Freiwillige Feuerwehr mit ehrenamtlichen Kräften arbeite, seien mit dem Eintritt Rechte, aber auch Pflichten verbunden. Zu den Pflichten gehöre die regelmäßige Teilnahme an Übungsdiensten genauso wie die regelmäßige Mitarbeit bei Einsätzen, sagte Onken. Jeder solle für sich überlegen, ob das noch zuträfe. Wer allerdings krankgeschrieben sei, der dürfe auch nicht zum Feuerwehrdienste erscheinen, sonst riskiere man den Versicherungsschutz.
In Schortens sind derzeit 143 Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen tätig, weitere 51 Mädchen und Jungen in den Nachwuchsabteilungen und 34 Männer in der Alters- und Ehrenabteilung. Derzeit gebe es keine Personalprobleme, so Onken. In allen Ortswehren haben die 'Blauröcke' einen enormen Zuwachs an Einsätzen zu verzeichnen, insgesamt wurden 265 Einsätze gefahren (177 im Vorjahr), das sind fast 50 Prozent mehr als 2016.
Weil sich die Stadt entwickle, sei es Zeit, über die Anschaffung einer Drehleiter nachzudenken, so der Stadtbrandmeister. Um die Investition ('Einsteigermodelle' ab etwa einer halben Million Euro) in Grenzen zu halten, könnte man sich nach einem gebrauchten Modell umsehen, schlug Onken vor. 'Meine Amtszeit geht bis 2023 – wenn sie bis dahin bestellt ist, wäre das sehr gut', meinte der Stadtbrandmeister.
