SCHORTENS - Heiß diskutiert und scharf nachgefragt wurde im Schulausschuss der Stadt Schortens am Dienstagnachmittag. Es ging um Aufgaben des Personals und Angebote im 'Pferdestall'.

Ziel ist es, die vakante Stelle der Schulsozialarbeit durch Aufgabenverlagerung oder -reduzierung aufzufangen. Gleichzeitig sollen auch fünf Prozent der bisherigen Kosten im 'Pferdestall' eingespart werden, weil die Stadt angesichts des Minus in ihrer Kasse, einfach überall den Gürtel enger schnallen muss.

In Schortens hatte es, wie berichtet, bisher an allen sieben Grundschulen Schulsozialarbeit gegeben. Hier waren zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt, eine davon hat sich beruflich anderes orientiert, so dass seit September an den Grundschulen in Roffhausen, Sillenstede und Jungfernbusch diese Arbeit nicht mehr stattfindet. Das Ehepaar Sandra Schollmeier-Ott und Mark Schollmeier als Leiter des 'Pferdestall' legte im Schulausschuss dar, unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, die Sozialarbeit selber mit jeweils sechs Stunden pro Woche an diesen Grundschulen wieder aufzunehmen. Das sei das Minimum, eine geringere Stundenzahl sei nicht mehr sinnvoll, erklärte Mark Schollmeier. Spätestens zum nächsten Schulhalbjahr soll das Ehepaar die Arbeit an den Schulen aufnehmen.

Im 'Pferdestall' werden dafür etliche Einschnitte nötig, unter anderem wird die Straßensozialarbeit eingeschränkt, die Arbeit mit Migranten wird aufgegeben oder an ehrenamtliche Mitarbeiter abgegeben, Beratungen müssen sich auf feste Zeiten reduzieren lassen und vieles andere mehr.

Wolfgang Ottens (fraktionslos) unterstrich, das Ehepaar Schollmeier solle sich nur auf sozialpädagogische Kompetenzen beschränken. Dinge wie Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel könnten auch andere Leute erledigen.

Anja Kindo (Linke) und Janto Just (BfB) erklärten, Schulsozialarbeit müsse beim Land eingefordert werden. Melanie Sudholz (CDU) wollte genau wissen, welche Angebote im 'Pferdestall' von welchen Gruppen genutzt werden und ob weniger gefragte Angebote möglicherweise gestrichen werden könnten. Hierzu sollen in Kürze Zahlen vorliegen.