Schortens - Wer denkt, dass Freiwilligendienste nur etwas für junge Leute sind, der kennt Uwe Arntjen aus Schortens nicht: Der agile 72-Jährige absolviert gerade seinen Bundesfreiwilligendienst (BFD) im AWO-Altenwohnzentrum Schortens. Er ist ein „Bufdi“.
Seit 2008 lebt Arntjen in einer Seniorenwohnanlage, auf deren Gelände befindet sich auch das Altenwohnzentrum. Mit anzupacken ist seine Sache, er engagierte sich ehrenamtlich im Altenwohnzentrum: Ob bei der Gartenpflege, der Begleitungen zum Arzt oder beim Singkreis – auf Arntjen ist Verlass. So leistet der Rentner nach Auskunft der AWO „einen wertvollen Beitrag und tolle Unterstützung für die Einrichtung“.
„Der Uwe“ ist in Schortens überall bekannt
Bis 2019 ging er diesen Tätigkeiten ehrenamtlich nach, dann kam die Idee auf, daraus mehr zu machen. Ein BFD, wäre das nicht etwas für den rüstigen Senior? Arntjen war Feuer und Flamme.
So absolviert er seit letztem Jahr im Sommer seinen Bundesfreiwilligendienst. „Der Uwe“, wie ihn alle nennen, ist in der Stadt Schortens inzwischen überall bekannt. Arntjen erfährt viel Anerkennung und Respekt für seine Arbeit, man ist sich einig: Er leistet einen äußerst wichtigen Service und entlastet damit viele am Pflegeprozess beteiligte Menschen.
Uwe Arntjen macht weiter, so lange die Gesundheit mitspielt
Anderen zu helfen hält fit. Und wie geht es Arntjen als BFD-ler, Bundesfreiwilliger oder Bufdi? „Ich fühle mich mit diesen Aufgaben richtig gut! Ich habe jeden Tag Kontakt zu anderen Menschen und kann vielen helfen“, betont er. „Zudem hält mich die Arbeit jung. Mir geht es gesundheitlich wieder besser und ich bin zudem wieder mobiler. Ich kann nur positives über das BFD berichten und habe so natürlich auch noch ein kleines Taschengeld zur Rente dazu.“ Aufgrund der aktuellen Krisensituation kann das BFD sogar auf bis zu 24 Monate verlängert werden. Diese Nachricht freut Arntjen natürlich besonders – gern möchte er nämlich weiter machen, solange die Gesundheit mitspielt.
