SCHORTENS - 'Das ist meine letzte tolle Aktion', freute sich gestern Doris Fuhlbohm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Und Bäderleiter Peter Kramer fügt hinzu: 'Das ist ein lebendiger Prozess, es wird weitergehen.'
Am Mittwoch stellte stellvertretende Bürgermeisterin Anja Müller gemeinsam mit Doris Fuhlbohm sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt aus den unterschiedlichsten Bereichen die Aktion 'Gemeinsam stark gegen Missbrauch und Gewalt' vor.
'Mit Grenzüberschreitungen, Missbrauch und Gewalt können wir überall und jederzeit konfrontiert werden – als Zeugen von Vorfällen, oder weil sich uns jemand als Opfer oder auch als Täter anvertraut', schilderte Fuhlbohm, die sich in Arbeitsgruppen mit den Mitarbeitern zusammengesetzt hat und gemeinsam mit ihnen einen Leitfaden entwickelt hat. 'Die wenigsten von uns sind darauf vorbereitet, in solchen Fällen zu helfen', sagte Fuhlbohm zur Problematik. So haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemeinsam Maßnahmen zur Gewaltprävention und Gewaltintervention erarbeitet. Denn überall, wo Menschen sind, 'kann es Missbrauch oder Gewalt geben', wo dann aktives Einschreiten nötig ist.
Die Mitarbeiter haben auf Plakaten dokumentiert, was eben tabu ist. Beispielsweise im Freizeitbad: Fotoapparate und Kameras, Belästigungen und Grapschen. Und im Kindergarten arbeitet keiner, der nicht ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt hat. 'Wachsame Kollegen sind überall', und sie werden auch helfen, wenn sie etwas sehen oder von Missbrauchsfällen Kenntnis haben. Die Krippe Roffhausen hat auf ihrem Plakat auch eine Notfallnummer bekanntgegeben. Auch andere Einrichtungen werden Plakate entwerfen und aktiv sein.
