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Aktion in Schortens Umweltminister Olaf Lies verliert Wette gegen Schüler der IGS Nord

Henning Karasch

Schortens - Das Schulverwaltungsblatt bietet ansonsten eher trockene Materie. Kim Knieling und Sebastian Wenzel, Klassenleitung der Klasse 7.4 der Integrierten Gesamtschule (IGS) Friesland-Nord in Schortens, fanden darin aber den perfekten Wettbewerb für ihre 28 Schülerinnen und Schüler. Er heißt „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!“ und wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung organisiert.

Diese Woche soll Olaf Lies Bäume pflanzen

Die Siebtklässler sprühten vor tollen Ideen, wie sich ein paar der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen umsetzen oder zumindest auf den Schulalltag herunterbrechen lassen. Einige Jugendliche haben sogar mit Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, Olaf Lies (SPD), eine Wette laufen. Wenn sie es schaffen, innerhalb eines Monats eine Mülltonne voll Abfall an der Küste zu sammeln, pflanzt der Minister an der IGS zwei Bäume.

Leider, sollte man sagen, wurde die Wette rasch erfüllt, denn die Schüler hatten nach nur einer Sammelaktion die Mülltonne zu drei Vierteln gefüllt. Für Donnerstag, 3. März, wird Lies nun zum Einpflanzen erwartet.

Tablets, Krankenversicherung und Plastikflaschen

Die Wünsche und Ziele der Jugendlichen sind ganz unterschiedlich. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne wurde angeschrieben, man möchte ab Jahrgang sieben Tablets für alle. Sogar über die Finanzierung machten sich die Schüler Gedanken.

Um Kindern in Ghana eine Krankenversicherung zu ermöglichen, werden Kronkorken gesammelt. Andere Jugendliche sammeln Lebensmittel für die Tafel.

Der Landkreis Friesland wurde gefragt, ob er eine E-Ladesäule bei der IGS installieren lassen könne. Um der vielen Einweg-Plastikflaschen Herr zu werden, werden für je fünf Euro 400-Milliliter-Mehrwegflaschen verkauft. Fünfzig Cent davon gehen in ein Baumpflanzprojekt. 50 Flaschen mit Schullogo wurden schon verkauft.

Für Gleichberechtigung und gegen Hunger wurden Plakate entworfen, es wird im Internet und per Spendendose Geld gesammelt. Und so fielen den Jugendlichen zahlreiche Wege ein, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Gerne würden sie andere Schulen zur Nachahmung anregen.

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