SCHORTENS - Rod Steward, Paul Simon und die 'Kelly Family' haben zumindest eines gemeinsam: Alle diese berühmten Folk-, Pop- und Rockgrößen haben in ihrer Anfangszeit als Straßenmusiker begonnen. Das war vielleicht ein kleiner Ansporn für die fünf Interpreten, die am Sonntag beim mittlerweile 2. Schortenser Straßenmusik-Contest gegeneinander angetreten waren. Und obwohl das Ergebnis des Wettstreits erst am Mittwoch bekannt gegeben werden soll, steht eines jetzt schon fest: Die Musikfans kamen bei der Veranstaltung, zu der die Kaufleute eingeladen hatten, voll auf ihre Kosten.

'Die Straße ist ehrlich', hoffte Tom Chudzik auf eine gerechte und objektive Bewertung durch die Passanten. Der Wilhelmshavener, der nur selbst komponierten Deutsch-Pop über die Liebe und das Leben spielt, startete mit dem Song 'Leinen los' und präsentierte weitere Stücke, unter anderem aus seinem Album 'Herbststurm'.

Wie seine großen Vorbilder 'im Namen des Herrn unterwegs' war Eddie Pigeon. Der Tenorsaxophonist aus der Jadestadt spielte vor allem Stücke der US-Film-Kultband 'Blues Brothers' und kam damit beim Publikum gut an. Dem Wochenblatt verriet der Musiker, warum er den Künstler-Nachnamen 'Pigeon', zu Deutsch Taube, trägt. '…Weil Tauben so einen coolen Gang haben – wie Rapper', so der Wilhelmshavener.

Auf der Kleinbühne neben der 'Pizzariella' am Bahnübergang hatte Rolf Buers seinen Verstärker aufgebaut. Das Bandmitglied der 'Blue Tales', das auch von seinem Auftritt bei der jeverschen Veranstaltung 'Treffpunkt Kirchplatz' bekannt ist, präsentierte entspannte Klänge aus Rock und Pop.

Dicht umringt von Musikfans war auch Vorjahresgewinner Thomas Kümper. Der Auricher bezeichnet seine Lieder selbst als 'Musik zum Anfassen'. Mit seinen Folk-Pop-Rock-Oldies aus den vergangenen 50 Jahren schaffte er mit ganz einfachen Mitteln (Gitarre, Mundharmonika und Gesang) wieder eine besondere Nähe zum Publikum.

Helmut Bengen war an der Oldenburger Straße nicht mit seiner gleichnamigen Band, sondern sozusagen allein und unplugged zu erleben. Dabei präsentierte der Ostfriese wohl das vielseitigste Programm des Wettbewerbs. Die Bandbreite reichte von Cat Steevens’ 'Moonshadow' über den Pink-Floyd-Klassiker 'Another Brick in the wall' bis hin zur Hymne der Easy-Rider-Bewegung 'Born to be wild'.

Auf den kurzen Wegen zwischen den Kleinbühnen nutzten die Besucher in der Innenstadt den verkaufsoffenen Sonntag und genossen in den Geschäfte das vielfältige Angebot.