SCHORTENS - Die Sprache der Gräber zu verstehen und zu übersetzen, das haben sich die Soziologen Dr. Thorsten Benkel von der Universität Passau und Matthias Meitzler von der Universität Frankfurt zur Aufgabe gemacht. Am Mittwochabend gaben sie im Bürgerhaus Schortens einen kurzen Abriss über die Veränderungen der Begräbniskultur seit der Reformation vor rund 500 Jahren und stellten die Vielfalt der zeitgenössischen Bestattungskultur vor. Der Vortrag war die gut besuchte Auftaktveranstaltung einer sechsteiligen Reihe unter dem Titel 'Reformation und Erinnerungskultur', die im Kirchenkreis Friesland-Wilhelmshaven zwei Jahre vor dem Jubiläum zur Reformation wichtige Frage rund um die Bestattung und das Gedenken aufgreift.

Kreispfarrer Christian Scheuer und der Leiter der Evangelischen Familienbildungsstätte, Rüdiger Schaarschmidt führten durch den Abend. Den musikalischen Rahmen gestaltete Richetta Manager mit Gospels, sie wurde von Kreiskantor Klaus Wedel am Klavier begleitet.