SCHORTENS/WANGERLAND - SCHORTENS/WANGERLAND - Der Landwirt Lübbo Meppen aus dem Wangerland geht als Kandidat der friesländischen FDP in den Landtagswahlkampf. Auf dem Kreisparteitag am Donnerstagabend im „Friesenhof“ Heidmühle gewann Meppen die Kandidatenkür. Mit ihm hatten sich die Versicherungsmaklerin Inga Eilers aus Neuenburg und der Hausmann Hayo Sieckmann aus Grabstede beworben.
In seiner Vorstellung überzeugte Meppen durch eine klare Schwerpunktsetzung. So liegen seine Interessen in erster Linie in der Verbesserung der Infrastruktur des ländlichen Raums. Weitere Schwerpunktthemen seien der Gegensatz von Nahrungsmittelerzeugung und Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen, die Hafenwirtschaft, die Anbindung des Jade-Weser-Ports sowie der Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Küste.
„Wir müssen die Wirtschaft stärken, damit wir mehr in Bildung investieren können“, war ein Kernsatz von Mitbewerberin Inga Eilers. Sie konzentrierte sich in ihrer Vorstellungsrede zudem auf den Jade-Weser-Port, die Entwicklung bei Airbus in Varel und den Rückzug der Bundeswehr aus der Region.
Die Schwerpunkte Umwelt, Energie und Bildung nannte Hayo Sieckmann als besondere Interessengebiete für seine Bewerbung.
Nachdem im ersten Wahlgang keiner der drei Bewerber eine absolute Mehrheit erreicht hatte, setzte sich im zweiten Wahlgang Lübbo Meppen mit 22 Stimmen gegen seine Mitbewerberin Inga Eilers (13 Stimmen) deutlich durch.
Eine erfreuliche Nachricht hatte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Niedersächsischen Landtag, Hans-Werner Schwarz aus Diepholz, im Gepäck, der als Gastredner auf dem Kreisparteitag auftrat. An der Universität Oldenburg soll ein Lehrstuhl für niederdeutsche Sprache eingerichtet werden.
Schwarz stellte in einem Referat die Bildungspolitik der Landesregierung vor und forderte nach einer Phase der Reformen in den Schulen (Abschaffung der Orientierungsstufe, Eigenverantwortliche Schule, Zentralabitur, Schulinspektion) eine Phase der Ruhe in den Schulen, „damit Schulen wieder das tun können, wozu sie da sind: Kinder unterrichten.“ Auch betonte er mit Blick auf die Pisa-Studie, dass er viele Schulen im Land kenne, die deutlich besser seien, als es die Studie glauben mache.
