Schortens - Der Bahnhofsvorplatz soll schöner werden. Der Rat hatte deshalb bereits vor drei Jahren einen Plan dafür beschlossen. Im Bauausschuss kam Donnerstagabend eine neue und günstigere Variante auf den Tisch, weil „die Finanzen der Stadt ja nicht so dolle sind und auch, um Geld einzusparen“, begründete Bürgermeister Gerhard Böhling die Initiative der Bauverwaltung.
Die Vertreterin eines Planungsbüros stellte den neuen Entwurf vor, der nur einen kleinen der bislang angedachten Fläche betrifft. Kosten zu sparen, bedeutet in diesem Fall auch, dass nicht das ganze Areal vor dem Bahnhof umorganisiert werden müsse, wie die Fachfrau sagte. Es würde kein Bordstein herausgenommen werden, sondern innerhalb der vorhandenen Flächen gearbeitet. Die Skulptur, so nannte sie die mittlerweile zum Wahrzeichen des Platzes gewordene Eisenwaggonachse, sollte an das Seite platziert werden und stattdessen ein Hochbeet (ähnlich wie in der Menkestraße vor der Volksbankfiliale) mit Sitzgelegenheiten in den Mittelpunkt gestellt werden.
Die großen Staudenflächen vor dem Bahnhof sollten mit weißem Kies statt Rindenmulch abgedeckt werden. Kies sei dauerhafter als Rindenmulch, der immer wieder ergänzt werden müsse, argumentierte die Expertin. „Da können sich die Stauden gut entwickeln“, sagte sie und erntete Widerspruch aus allen Parteien und auch von der Verwaltungsspitze.
„Das können wir den Bürgern nicht erklären, denen wir in Bebauungspläne vorschreiben, keine Schottergärten anzulegen“, warf Böhling ein. Wolfgang Ottens (Grüne) ergänzte noch, dass für die Schortenser die Waggonachse ein Wahrzeichen geworden sei. Elfriede Schwitters (FDP) sah dies auch so.
Ralf Thiesing (CDU) brachte es auf den Punkt und sprach aus, was die Mehrheit dachte: „Die Planung gefällt mir nicht.“ Die Verwaltung zog schließlich diesen Entwurf zurück, im nächsten Ausschuss soll erneut darüber beraten werden.
