Schortens - Lockdown, Masken, Kontaktverbot: Die Pandemie hat die Arbeit im sozialen Bereich in der Stadt Schortens im vergangenen Jahr dominiert. Nachdem Anfang des Jahres in der Notbetreuung nur wenige Kinder in den Kitas betreut werden durften, fehlte auch nach Ende des Lockdowns wegen verschiedener Maßnahmen der richtige Schritt in die Normalität.
Wie hat Corona den Alltag in der Kita beeinflusst?
Während sich die Kinder recht schnell mit der neuen Situation anfreundeten, beschreibt Bürgermeister Gerhard Böhling in seinem Jahresbericht, was die Corona-Maßnahmen für die Beschäftigten in diesem Bereich bedeuteten. Wechselnde Quarantäne-Anordnungen, teilweise verbunden mit Gruppenschließungen und strikte Gruppentrennungen: die pädagogische Arbeit konnte nicht im vollen Umfang umgesetzt werden. Auch die Elternarbeit litt unter der Situation: Veranstaltungen mit ihnen oder auch mit der gesamten Einrichtung mussten gestrichen werden.
Hat die Stadt genug Personal?
Aktuell arbeiten 170 Menschen in den Kindertagesstätten der Stadt. Im Vergleich zum Vorjahr sind sieben Mitarbeiter dazugekommen.
„Grundsätzlich haben wir damit genug Mitarbeiter, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und den Betrieb in den Einrichtungen aufrecht zu erhalten“, sagt der stellvertretende Fachbereichsleiter Innerer Service, Andreas Stamer, auf Nachfrage. Bedarf an Fachkräften gebe es trotzdem: „Gerade in diesem Bereich suchen wir eigentlich immer nach Verstärkung.“
Vor allem in Erkältungswellen, wie sie Ende des vergangenen Jahres in den Kitas herrschten, kommen die Einrichtungen personell an ihre Grenzen. Dann könne es passieren, dass Gruppen für kurze Zeit geschlossen oder das Angebot an Randzeiten verringert werden müsse.
Was hat sich baulich getan?
Doch nicht nur Corona prägte das Jahr. Auch baulich hat sich in Schortens in diesem Bereich einiges getan: Der Krippenneubau in Oestringfelde wurde im Juni bezogen. Der bisherige Container wird jetzt von der benachbarten Kindertagesstätte mit genutzt. Dafür konnte ein „veralteter“ Container aufgelöst und noch eine zusätzliche Gruppe eingerichtet werden, so Böhling.
Die Krippe am Standort Jungfernbusch befindet sich indes noch im Bau und wird voraussichtlich in diesem Frühjahr in Betrieb gehen.
Gleichzeitig läuft zur Zeit die Planungsphase für die neue Kindertagesstätte, die an diesem Standort entstehen soll. Beide Einrichtungen werden künftig in Trägerschaft der ev.-luth. Kirchengemeinde betrieben.
Wir lief die Arbeit im Pferdestall?
Coronabedingte Einschränkungen dominierten auch für das Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familie – Pferdestall das Jahr. Dank eines strengen Hygienekonzepts konnten weiterhin Angebote stattfinden. Höhepunkt war das Familienfest im September unter dem Motto „Kinder haben Rechte“.
Personal sucht die Stadt auch in diesem Bereich: der gerade erst eröffnete Jugendtreff Sillenstede in den Räumlichkeiten der ev.-luth. Kirchengemeinde kann vorerst nicht weiter betrieben werden, da Mitarbeiter fehlen. Ein regelmäßiger Fahrdienst zum „Pferdestall“ bietet einen Ersatz für die Sillensteder Kinder und Jugendlichen.
Auf der Skateranlage im Bereich „Hohe Gast“ fand ein Jugendforum statt. 35 Jugendliche erarbeiteten mit Vertretern von Rat und Verwaltung Vorschläge zur Neugestaltung der Skateranlage, Jugendtreffs und zur Jugendbeteiligung.
