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Stadtmarketing in Schortens Wird der Klinkerzauber zum Straßenfeger?

Schortens - Es wäre ein anderer Klinkerzauber geworden – am vergangenen Wochenende. Alles ein wenig komprimierter auf einem Rundlauf – mit gemütlichen Plätzen zum Verweilen, Food-Trucks, drei Musikwelten, Hobbymarkt, Best-of-Gala. Mit den Straßenkünstlern aus acht Nationen und über 60 Shows an zwei Tagen. Die Corona-Pandemie hat alledem einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und vielen anderen Veranstaltungen der Stadt Schortens ebenfalls.

„Im nächsten Jahr starten wir richtig durch“, sagt Heide Schröder-Ward optimistisch, als sie im Finanzausschuss den Jahresbericht für ihren Bereich Stadtmarketing und Touristik vorstellt. Fest steht: Bis zum Jahr 2021 könnte sich in Sachen Veranstaltungen schon einiges getan haben, sollen diese doch attraktiver werden. Die dafür eigens gegründete Arbeitsgruppe „Veranstaltungen“ war aber nach drei Sitzungen ebenfalls von der Pandemie ausgebremst worden. Ergebnisse will die Arbeitsgruppe Ende Juli zusammentragen – Teilnehmer sind Vertreter aus Politik, Verwaltung, Einzelhandel, Wirtschaft und Gastronomie.

Die größten Events standen 2019 eigentlich unter einem schlechten Stern

Dass sich Veranstaltungen für die Stadt lohnen, steht für Schröder-Ward außer Frage, unterhalten sie doch längst nicht nur Schortenser. Insgesamt elf hat die Abteilung im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt – vom Neubürgerempfang bis zum Eiskunstfestival. Insbesondere der Internationale Klinkerzauber erweist sich lau Schröder Ward als Publikumsmagnet über die Stadtgrenzen hinweg. Das haben Erhebungen in den Jahren 2018 und 2019 ergeben. Gut die Hälfte der Gäste kommt demnach aus Schortens. Wilhelmshavener schauen ebenfalls zunehmend beim Nachbarn vorbei, wenn Feste stattfinden. Ihr Anteil macht 20 Prozent aus. Und der Anteil überregionaler Besucher und insbesondere von Urlaubern nimmt ebenfalls zu.

Dabei standen die zwei größten Veranstaltungen im vergangenen Jahr eigentlich unter einem schlechten Stern: Der Schortenser Klinkerzauber hatte unter der kurzfristigen Absage des Jahrmarktes zu leiden, vor allem aber unter der großer Hitze. 30 Grad herrschten am Veranstaltungswochenende. Zudem hatten einige Straßenkünstler kurzfristig abgesagt. Hinzu kommt die Konkurrenz, heißt es im Jahresbericht: Acht weitere Veranstaltungen in der Stadt und Region buhlten um Veranstaltungsbesucher. Das Schortenser Stadtfest fiel indes buchstäblich ins Wasser. Die Stadtmeisterschaft im Buspulling musste aufgrund des Regens gestrichen werden.

Einige Veranstaltungen werden weiterhin vorbereitet

In diesem Jahr hat das Stadtmarketing in vielen Bereichen den Corona-bedingten Totalausfall zu beklagen. An Arbeit mangelt es dem dreiköpfigen Team indes nicht, betont Heide Schröder-Ward: Vor allem die Öffentlichkeitsarbeit hat aufgrund der Corona-Krise deutlich zugenommen. So ist das Stadtmarketing für Informationen rund um die Corona-Pandemie auf der Internetseite der Stadt Schortens zuständig. Deutlich ausgebaut wurden Aktivitäten in den Sozialen Medien, ganz neu ist die Präsenz bei Instagram. Unter anderem sind Kurzvideos in Zusammenarbeit mit dem Aqua Fit und der Stadtbücherei Schortens entstanden, die online gezeigt werden. Derzeit werden weitere Videos über Schortenser „Highlights“ für die Internetauftritte produziert.

Einige Veranstaltungen sind zudem noch nicht gestrichen und weiter in Vorbereitung. Etwa das Unternehmerfrühstück am 18. November. Geplantes Thema: Zukunft des Einkaufens – neue Ideen für den stationären Handel, Dienstleister und für die Stadt.“

Stephan Giesers
Stephan Giesers Lokalredaktion, Wilhelmshavener Zeitung
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