Sillenstede - Neben dem Sportplatz und in der Turnhalle gab es viel Bewegung im Hintergrund des 156 Jahre alten Turn- und Sportvereins (TuS) aus Sillenstede.
„Die Sommerferien wurden genutzt, um die Sportanlage an der Jeverschen Landstraße um einen Bouleplatz zu erweitern“, schildert Vorsitzender Florian Donat. In 50 Arbeitsstunden haben Kai Schaffranek und Karl Eilts die vielfältigen Erdarbeiten erledigt. Eine Verschönerung mit zwei Sitzbänken und frisch gesäten Rasenflächen laden zum Verweilen ein.
„Wir planen in Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein ein Eröffnungsturnier mit den Sillensteder Vereinen und Institutionen. Eine gute Gelegenheit wieder ins Gespräch zu kommen und nebenbei Boule zu spielen – es macht richtig Spaß“, berichtet Donat, der mit seinem Vorstandskollegen den ersten Test sichtlich genoss.
Erneut sei es gelungen, durch Eigeninitiative die Infrastruktur der Anlage und das Sportangebot zu verbessern. Dass sich die Kosten dann sogar weit unter den geplanten Ausgaben hielten, sei Dank des ehrenamtlichen Engagements und eines Zuschusses der Lotto Sport Förderung noch das I-Tüpfelchen.
Die Pandemie habe kaum Aktivitäten zugelassen, zudem sorgte der „Corona-Blues“, wie Florian Donat umschreibt, dafür, dass die Motivation bei einigen Hallenaktivitäten im Gegensatz zum Freiluftsport nachgelassen hätte und auch Übungsleiter ihre Aktivitäten runterfuhren. „Die Prioritäten haben sich in der Gesellschaft verändert, auch das Verständnis vom Sporttreiben, hier sind wir als Verein gefragt“, sagt Donat weiter.
Während der Lockdown-Phase war Kreativität das Mittel der Wahl: „Homesport, Onlinestunden und unterschiedliche Challenges gaben sich die Hand. Der Weg war der richtige, aber das gemeinsame Sporttreiben kann dies nicht im geringsten ersetzen“, fügt die zweite Vorsitzende Sabrina Rausch hinzu.
Der Vorstand beschäftigte sich intensiv mit der Wiederaufnahme des Sports. Der Ausbau des Freiluftsportangebots war die eine Maßnahme. Die andere war die Gewinnung neuer Übungsleiter und deren Weiterbildung. Ziel des Vereins sei es, traditionelles Treiben mit Trendsportarten zu verbinden.
Die Verschiebung der Hallensanierung auf das nächste Jahr, bietet dem TuS nun die Möglichkeit, alle Übungseinheiten anbieten zu können. „Wir hatten bereits sämtliche Ausweichmöglichkeiten erarbeitet. Zwar ersehnen wir uns alle die schnellstmögliche Sanierung herbei, aber so gesehen können wir unsere neuen Angebote in gewohnter Umgebung anbieten, diesen Heimvorteil wollen und werden wir dann auch nutzen“, sagt Donat augenzwinkernd.
