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Serie „Tierischer Norden“ Gaby Lonkwitz – Die Katzen-Mama aus Sillenstede

Kea Heeren

Sillenstede - Es gibt Erlebnisse, die berühren Gaby Lonkwitz tief. Wenn sie sich nachts zu einem todkranken Kätzchen legt, es auf ihrer Brust wärmt, da das Tier unter Krampfanfällen leidet. Wenn die 55-Jährige alles gibt, um ihren kleinen Schützling am Leben zu halten. Und es am Ende doch nichts nützt. Das Kätzchen ist zu krank, um zu überleben, es stirbt in ihrer Obhut. Ein schwerer Rückschlag für die Kätzchen-Ziehmutter und Krankenschwester aus Sillenstede.

Das Haus von Gaby Lonkwitz dient als Pflegestelle für Abgabekatzen. Seit 2013 ist die Schortenserin im Verein „Tierschutz Aktiv Friesland“ und engagiert sich für viele Tierarten. Sie hatte unter anderem schon Gänse, Igel und Kaninchen bei sich in der Pflege – vor allem kümmert sie sich aber um Katzen. In sieben Jahren Mitgliedschaft hat sie etwa 100 Katzen fit gemacht und über den Tierschutzverein in ein neues Zuhause vermittelt. Derzeit leben bei Gaby Lonkwitz und ihrem Ehemann sechs Kätzchen: fünf Tiere im Alter von elf Wochen und Katze „Betty“. Sie ist erst vier Wochen alt und passt gerade so in eine menschliche Hand. „Betty“ bedarf der besonderen Fürsorge von Gaby Lonkwitz.

Zu den Pflegekatzen kommen noch die sieben eigenen Katzen der 55-Jährigen, unter anderem „Robert“, „Glubschi“, „Bratwurst“ oder auch „Frau Schmidt“. Das Herz der 55-Jährigen schlägt eben für Katzen.

Im Haus gibt es sogar kleine Hängebrücken für die Tiere. Und im Garten steht ein rotes Katzenbaumhaus, verbunden mit Holzbalken, sodass sich die Tiere frei hin- und herbewegen können.

Gaby Lonkwitz geht mit viel Kreativität ihrer Leidenschaft nach. Doch das Hobby der Kinderkrankenschwester ist durchaus zeitintensiv: „Viele Stunden gehen für die Katzen drauf“, sagt sie.

Besonders viel Zeit ist notwendig, wenn die Kätzchen nicht gesund sind. „Nicht immer kommen die Tiere aus gutem Haus“. Gaby Lonkwitz erinnert sich an einen besonders schlimmen Fall im vergangenen Jahr: Sie hatte 14 Kätzchen in Pflege genommen. Doch eines davon war unfassbar krank. Damals hatte Lonkwitz extra nachts mit im Quarantänezimmer geschlafen. Diesen Raum hatte die Sillenstederin nach dem Auszug ihrer erwachsenen Kinder für die kleinen Vierbeiner umfunktioniert. Dort gab sie über Tage alles für das Kätzchen, legte es auf ihre Brust und gab dem Tier sogar Infusionen. Am Ende musste das geschwächte Tier dennoch eingeschläfert werden.

Trotz solcher Erlebnisse denkt die 55-Jährige nicht ans Aufhören. Sie sorgt sich auch weiterhin leidenschaftlich um die Kätzchen in Friesland.

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