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Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl in Sillenstede Vom schnellen Internet bis zu besseren Radwegen

Annette Muschalik

Sillenstede - „Wer die Wahl hat, hat die Qual.“ Um den Bürgern zumindest die Wahl des neuen Stadtrates zu erleichtern, hatte der Bürgerverein Sillenstede Vertreter der Schortenser Parteien zu einer Podiumsdiskussion in den Sillensteder Hof eingeladen. Rund 50 Bürger nutzten die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen.

Hinrich Neumann führte als Vorsitzender des Bürgervereins humorvoll durch einen umfangreichen Fragenkatalog zu Dorfleben, Nahverkehr, Schule, Bauleitplanung, Landwirtschaft und Klimaschutz, dem sich Ingbert Grimpe (Bündnis 90/Die Grünen), Maximilian Striegl (CDU), Detlef Kasig (SPD) und Janto Just (Freie Bürger) am Freitagabend stellten.

Breitband-Ausbau

Beim Thema Internet und Breitband-Ausbau machte es Janto Just kurz: „Das ist die Aufgabe des Kreises, der ist da dran – und wenn das nicht klappt, muss er auf den Pott gesetzt werden.“ Für Maximilian Striegl besteht hier aktuell dringender Handlungsbedarf bei den Glasfaserkabeln, die zwar an, aber noch nicht in den Schulgebäuden verlegt wurden.

Radverkehr

Ingbert Grimpe wurde nicht nur beim Thema Radwege deutlich: „Wir müssen den Platz für die Radfahrer da wegnehmen, wo er vorhanden ist, nämlich auf der Straße.” Wohingegen Detlef Kasig hier auf das Vorhaben der SPD verwies, die Wege in Schortens gemeinsam abzufahren, um vor Ort zu sehen, wo dringend etwas getan werden muss.

Klimaschutz

Lebhaft wurde es bei einem langen Themenblock zum Klimaschutz, der auch für Schortens durch die vergangenen Starkregenfälle stärker in den Fokus gerückt ist. Zur Vermeidung weiterer Überschwemmungen in Upjever müssten dringend die Gräben gesäubert werden, so Kasig, und Just verwies darauf, dass in den Ausschüssen der Stadt bereits erste Beschlüsse für strengere Vorgaben bei der Abwasserentsorgung zukünftiger Baugebiete gefasst wurden. Striegl räumte ein, dass in puncto Versiegelung in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden „und wenn man das erkennt, dann muss man diese Fehler auch bereinigen”. Daher möchte die CDU mit Prämien Anreize für die Bürger schaffen, private Flächen wieder zu entsiegeln.

Erneuerbare Energien

Auch zum Thema erneuerbare Energien gab es konkrete Ideen. Janto Just setzt auf Repowering bestehender Windkraftanlagen und die CDU auf die Gründung einer Energiegenossenschaft. Nachdem Biogasanlagen bei den Grünen nicht mehr so „en vogue“ seien, wie Ingbert Grimpe einräumte, setzt auch er auf Solarenergie und Elektromobilität, für die ausreichend Ladestationen zur Verfügung gestellt werden müssten.

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