UPJEVER - UPJEVER/ANZ - Auf dem Fliegerhorst Upjever haben jetzt mehr als 50 ehemalige Soldaten der „Royal Air Force“, der britischen Luftwaffe, die Stätten ihres früheren Wirkens besucht. Von 1951 bis 1961 war der Fliegerhorst als „Flugplatz Jever“ Stützpunkt der Engländer (siehe Info-Kasten).
Der Kommandeur des Objektschutzregiments Friesland, Oberstleutnant Karl-Heinz Kubiak, führte seine britischen Gäste über den Fliegerhorst, wo sie zahlreiche Gebäude als „ihre“ wiedererkannten.
Die ehemaligen Soldaten, unter ihnen der Vier-Sterne-General Air Chief Marshal Sir Patrick Hine, der als Kommandeur einer Schwadron auf dem Fliegerhorst Dienst getan hat, haben sich in der Organisation „Royal Air Force Jever“ zusammengeschlossen. Vorsitzender ist Ken Goodwin, der von 1954 bis 1957 in Jever stationiert war und damals bei Flugschauen als Kunstflug-Ass in Erscheinung trat.
Goodwin hatte den Besuch gemeinsam mit dem vor kurzem verstorbenen Jeveraner Bruno Albers organisiert. Albers hatte eine ganz persönliche Beziehung zur britischen Luftwaffe: Er hat während der Besatzungszeit den Aufenthalt der britischen Soldaten in zahlreichen Bildern festgehalten.
Beim Empfang der britischen Luftwaffen-Soldaten im jeverschen Rathaus erinnerte Jevers Bürgermeisterin Angela Dankwardt an die besondere Verbundenheit der britischen Soldaten zu Jever: Als am 1. Oktober 1959 die Stadtkirche brannte, war die Flugplatzfeuerwehr der „Royal Air Force“ ohne zu zögern ausgerückt, um die jeverschen Wehren zu unterstützten.
Dadurch konnte der drohende Übergriff der Flammen auf die Häuser am Kirchplatz verhindert und der Glockenturm sowie das Edo-Wiemken-Denkmal erhalten werden, erinnerte Dankwardt.
„Dieser Beweis der Verbundenheit der englischen Soldaten zu Jever wurde mit diesem Einsatz den Jeveranern bis heute unvergesslich“, sagte sie.
Neben dem Besuch auf dem Fliegerhorst Upjever und dem Empfang im jeverschen Rathaus, an dem auch die Bürgermeister von Schortens und Wittmund, Gerhard Böhling und Karl-Heinz Krüger, teilnahmen, besuchten die ehemaligen Soldaten der britischen Luftwaffe auch den Flugplatz des Richthofen-Geschwaders im benachbarten Wittmund.
