UPJEVER - Frieslands Landrat Sven Ambrosy lobte gestern die Europäische Union. Die EU sei mehr als nur eine Behörde, die für den Krümmungsgrad der Gurke zuständig sei. Sie sei ein großes Friedensprojekt. 'Die EU ist das Wunderbarste, was wir in der langen Geschichte in Europa gehabt haben', schwärmte Ambrosy. Er erinnerte daran, dass in diesem Jahr besondere Jahresdaten zu begehen seien: Vor 100 Jahren sei der Erste Weltkrieg ausgebrochen. 'Die Weltgemeinschaft hat dazugelernt', fasste er zusammen. Als positives Beispiel erwähnte der Landrat die friedliche Revolution vor 25 Jahren mit dem Mauerfall. Für ihn stehe die EU auch für Reisefreiheit, für kulturelle Freiheit und für freie Arbeitsplatzwahl.

Ambrosy sprach als Kreisvorsitzender des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge vor Soldaten im Offizierheim in Upjever. Er dankte den Bundeswehrangehörigen für ihr Engagement. Eine Haus- und Straßensammlung erbrachte Ende vergangenen Jahres stolze 12 748,88 Euro.

Das gute Zureden für große und kleine Spenden zahlte sich besonders vor Famila in Jever aus, wo Stabsunteroffizier Fabian Gorski, Oberfeldwebel Patrick Glieber, Oberfeldwebel Stefanie Klar und Stabsunteroffizier Joest Hendrik Braun von der Luftwaffeninstandhaltungsgruppe 21 sagenhafte 3205 Euro und 53 Cent einsammelten.

Ambrosy dankte den Soldaten mehrfach, und die Bundeswehrangehörigen gaben diesen Dank an die eigentlichen Spender weiter.

Während eines Frühstücks überreichte Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Bezirksverbandes, gemeinsam mit Kreisgeschäftsführerin Heike Szatkowski-Schütz Urkunden als Dank an die besten Sammler.

Landrat Ambrosy bezeichnete den Volksbund als eine Friedensbewegung. Diese Arbeit sei man den Toten der Weltkriege einfach schuldig. Ziel sei es, Frieden zu stiften. Dies werde durch vielfältigste ehrenamtliche Arbeit möglich. Er hofft, dass die Soldaten die Straßensammlung fortführen, denn die ehrenamtliche Arbeit des Volksbundes kostet Geld.

Der Standortälteste Oberst Hans Peter Dorfmüller hob das vielseitige Engagement der Soldaten hervor. Das soziale Engagement sei toll. Er dankte besonders den Stabsfeldwebel Dirk Jacob und Frank Maaß für die Vorbereitung. Dorfmüller lobte die Sammler, die selbst beim Orkan draußen an vielen Haustüren geklingelt und gesammelt hätten.

Das hohe Ergebnis der Haussammlung wertete Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling auch als ein Zeichen für 'die gute Verbundenheit zwischen dem Bundeswehrstandort Upjever und den Menschen'. Er sprach von einem guten Miteinander in der Region.