UPJEVER - Im Beisein von zahlreichen Familienangehörigen, Freunden und den Bürgermeistern der Kommunen Schortens, Jever und Wangerland wurde am Gründonnerstag das Einsatzkontingent II/2012 des Objektschutzregiments der Luftwaffe 'Friesland' im Rahmen eines militärischen Appells auf dem Fliegerhorst Upjever nach Afghanistan verabschiedet.
Hier werden die 151 Soldatinnen und Soldaten unter der Führung von Oberstleutnant Udo Okunneck bis September den Flugplatz Mazar-e Sharif und das Camp Marmal im Norden Afghanistans schützen.
Oberst Willi Kamuf, stellvertretender Kommandeur der 4. Luftwaffendivision, und der stellvertretende Kommandeur des Objektschutzregiments der Luftwaffe, Oberstleutnant Ralf Neitemeier, der für den verhinderten Oberst Harald Schulz gekommen war, würdigten die Leistungsfähigkeit des Kontingents, das mit seinem Einsatz einen weiteren Beitrag zur Stabilität und Sicherheit in Afghanistan und damit auf der ganzen Welt leiste. Der Rückhalt, den die Soldatinnen und Soldaten durch ihre Familien zu Hause bekämen, schaffe Kraft und sei Ansporn zugleich, betonte Oberst Kamuf, der den Kameraden vor Augen führte, was in den kommenden Monate auf sie warte: große Hitze, wenig Abwechslung, ein karges Lagerleben ohne Familie.
Er richtete seinen persönlichen Aufruf an die politischen Repräsentanten, nicht nachzulassen, für die Unterstützung der Soldaten in der Gesellschaft zu werben. Und an die Führungskräfte richtete er die Bitte: 'Bringen Sie alle gesund und wohlbehalten wieder nach Hause.'
Seit Ende 2002 verlegen Objektschützer dauerhaft nach Afghanistan und gehörten damit zu den einsatzerfahrendsten Verbänden der Luftwaffe überhaupt, erklärte Oberstleutnant Neitemeier.
'All diese Einsatzkräfte haben mit ihrer Erfahrung zum internationalen Ansehen der Objektschützer beigetragen', sagte Neitemeier. Und auch dieses 151 Mann starke Einsatzkontingent sei in den vergangenen Wochen bestmöglich auf den Einsatz in Afghanistan vorbereitet worden. 'Ich habe vollstes Vertrauen in Ihre Leistungsfähigkeit', erklärte der Oberstleutnant. Er appellierte an die Objektschützer, nicht dem Leichtsinn oder einer Routine zu verfallen, denn der Einsatz ist und bleibe gefährlich und nicht ohne Risiko. 'Handeln Sie besonnen, denn es ist nicht die Zeit für unangebrachtes Heldentum.'
Wangerlands Bürgermeister Harald Hinrichs sprach stellvertretend für seine Amtskollegen aus Jever, Schortens, Diepholz und Kerpen. Auch wenn die Objektschützer schon etliche Einsätze in Afghanistan hinter sich hätten, könne und dürfe man nicht von Routine sprechen, so Hinrichs, der den Soldaten die besten Wünsche mit auf den Weg gab.
Der nächste Abschiedsappell des kommenden Einsatzkontingents wird übrigens im größeren Rahmen stattfinden: Am Freitag, dem 27. Juli, wird es wieder einen öffentlichen Appell mit Serenade geben – dieses Mal aber nicht vor dem Schortenser Bürgerhaus, sondern vor dem jeverschen Schloss.
