UPJEVER - 'Es war eine gute und erfolgreiche Übung. Unsere Soldaten konnten das erste Mal mit einem Helikopter eine Evakuierungsmaßnahme ausführen', sagt Kontingentführer Oberleutnant Florian Gautier. 40 Infanteriesoldaten aus dem Objektschutzregiment der Luftwaffe 'Friesland' nahmen an der Nato-Übung, die unter der Bezeichnung 'Trident Juncture' lief, teil.
Im Rahmen eines Szenarios übten die Soldaten mit italienischen Militärpolizisten und Kameraden aus dem Zentrum für Zivilmilitärische Zusammenarbeit (CIMIC) Nienburg, sowie CIMIC-Kräften aus Ungarn und Österreich auf Sardinien das Ausfliegen von Zivilisten aus Krisengebieten.
Die Objektschützer waren als Teil unterschiedlichster Bündnispartner innerhalb der größten Nato-Übung der vergangenen zehn Jahre eingebunden.
Auf dem italienischen Flugplatz Decimomanu wurde in einer zweitägigen Trainingsphase geübt und vorbereitet. Gemeinsam mit einer slowenischen Hubschrauberbesatzung probten die Objektschützer das sichere Annähern, das Ein- und Aussteigen mit der im Übungsgebiet eingesetzten Cougar. Der slowenische Crew-Chief, Hauptfeldwebel Blaz Langus, zeigte vor der abgestellten Maschine die Handhabung zum Öffnen der Türen, das Anlegen der Gurte sowie das Verhalten bei laufenden Rotoren. Danach verlegten die Objektschützer, mit italienischen Feldjägern zum Truppenübungsplatz Capo Teulada. 'Es ist ein großes Erlebnis für uns, an einem real anfliegenden Helikopter zu trainieren', bedankte sich Oberleutnant Gautier bei der slowenischen Crew.
Der im Anflug eingesetzte Hubschrauber evakuierte im Live-Szenario in Gefahr geratene Zivilisten. Begleitet durch CIMIC-Kräfte und gesichert von den Objektschützern verließ die Cougar das im Szenario auf Sardinien dargestellte instabil umkämpfte Gebiet. 'Die Abstimmung der Operation mit den Kameraden aus Ungarn, Italien, Österreich und Slowenien war schon eine gewaltige Herausforderung', so Zugführer Leutnant Jan Springer. Dass während der laufenden Operation alle 40 teilnehmenden Soldaten die Chance erhielten, am realen Helikopter zu üben, nahmen die Objektschützer als besondere Erfahrung aus dieser Nato-Übung mit nach Hause.
