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Mögliche Baubetrug-Serie Schwere Folgen für betroffene Unternehmen in Friesland

Upjever - Der Fall Ingmar Kebeck und der mögliche Baubetrug durch die Schortenser Firma KK Systemhaus GmbH wird so schnell nicht aus den Schlagzeilen verschwinden. Während, wie berichtet, gegen den 52-Jährigen bereits ein Insolvenzverfahren läuft und die Polizei gegen die Firma ermittelt, hat das sich immer mehr herauskristallisierende Vorgehen Kebecks auch Auswirkungen auf Unternehmen in der Region, wie zum Beispiel die Friesenpark GmbH aus Schortens.

Welche Aufgabe hatte die Friesenpark GmbH?

Ein kurzer Rückblick: Die Familie Friedl, über die unsere Zeitung kurz vor Weihnachten berichtet hatte, hat das Grundstück im Baugebiet Upjever von der Friesenpark Schortens GmbH erworben. Verwalter ist seit fünfeinhalb Jahren Ralf Itzin. „Ich habe Ingmar Kebeck erst im Januar vergangenen Jahres kennengelernt“, erklärt Itzin auf Nachfrage unserer Zeitung. Das Auftreten Kebecks sei damals, als die Grundstücke in Upjever ausgeschrieben worden seien, absolut seriös und professionell gewesen. „Es hatten sich auch noch andere Firmen beworben, aber die KK Systemhaus wollte alles aus einer Hand liefern, und das ist bei Kunden immer sehr gefragt“, sagt Itzin.

Wie kam es zu der Zusammenarbeit?

Der Kontakt ist Anfang 2021 über Facebook zustande gekommen. „Ich habe das Grundstück über Facebook beworben. Die KK Systemhaus GmbH hat sich daraufhin gemeldet, und als möglicher Kooperationspartner für den Hausbau angeboten.“ Verhandelt habe er daraufhin nur mit Ingmar Kebeck, die Geschäftsführerin, seine Frau Maja Kebeck, sei bis auf den Vorstellungstermin nie in Erscheinung getreten. „Wir von der Friesenpark GmbH waren anfangs auch mit allen Arbeiten der Firma zufrieden“. schildert der Verwalter das Arbeitsverhältnis.

Was bedeutet der Fall für künftige Geschäfte?

Mittlerweile allerdings, so Itzin, habe man die Zusammenarbeit beendet. Ausschlaggebend dafür seien unter anderem auch die Hintergründe zu Ingmar Kebeck, die durch die Berichterstattung unserer Zeitung ans Tageslicht gekommen seien. „Aufträge wird die Firma von uns jedenfalls nicht mehr erhalten.“

Der Vorfall mit Kebeck wirkt sich jetzt auf Ralf Itzin und seine Arbeit für die Friesenpark GmbH aus. Zwischen der Upjeverschen Straße und der Straße Alter Fliegerhorst besitzt die Gesellschaft hinter der ehemaligen englischen Schule noch gut 10 000 Quadratmeter Fläche mit noch nicht genau eingeteilten Grundstücken. „Nach so einem Vorfall schaut man natürlich genauer hin, wen man weiterempfehlen kann“, meint Itzin. Vertrauen spiele eine große Rolle. „Mit so etwas wie im vorliegenden Fall rechnest du nicht. Das macht meine jetzige Aufgabe nicht leichter.“ Generell rät Itzin Bauherren, sich notfalls Rat zu Unternehmen bei der Handwerkskammer oder anderen Fachleuten zu holen.

Sebastian Urbanczyk
Sebastian Urbanczyk Lokalredaktion, Jeversches Wochenblatt
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