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NWZonline.de Region

HILFSAKTION: Schüler laufen für Menschen im Sudan

08.06.2005

HUNDSMüHLEN

Von Werner Fademrecht HUNDSMÜHLEN - Heruntergekommene Lehmhütten, staubgraue Landschaften, darin Kinder und ihre Mütter, die das Lachen verlernt zu haben scheinen. Größer hätte der Kontrast zwischen den Bildern, die gestern in der Grundschule Hundsmühlen gezeigt wurden, und den Lebensumständen der Erst- bis Viertklässler nicht sein können. Simone Loose, Mitarbeiterin der Deutschen Welthungerhilfe, informierte in einem kurzen Vortrag die Schüler darüber, was es heißt, derzeit im Sudan aufzuwachsen.

Die aus Bonn angereiste 35-Jährige zeigte aber auch, wie den von den Folgen eines gnadenlosen Bürgerkrieges betroffenen Menschen, mit Spendengeldern aus Europa geholfen wird. Die Welthungerhilfe kümmert sich um 280 000 Vertriebene in der Region Nord-Darfur, in Kutum und Mellit nahe der Provinzhauptstadt El Fasher unterhält die Organisation Flüchtlingslager für jeweils 20 000 Menschen.

11 043,37 Euro haben die Schüler aus Hundsmühlen zusammengetragen. Ihr Sponsorenlauf, den sie im Mai rund um die eigene Schule zurücklegten, brachte diese Summe ein. 174 Kinder legten 2481 Runden zurück, 1042,02 Kilometer, für die sie von ihren Sponsoren als Gegenleistung einen Geldbetrag erhielten.

„Das ist in etwa so, als wärt ihr in Flensburg an der dänischen Grenze losgelaufen und bis nach München gerannt“, versuchte Rektorin Karin Backhaus gestern den Schülern ihre Leistung zu verdeutlichen. Im Durchschnitt legte jedes Kind 5,99 Kilometer zurück. 100 Bananen und 100 Liter Wasser mussten bei dem Unterfangen als Proviant dran glauben. Vor diesen Zahlen zeigte sich auch die Vertreterin der Welthungerhilfe beeindruckt: „Der Applaus gehört euch“, gab Simone Loose den Beifall an ihre jungen Zuhörer zurück.

Ohne das Engagement fleißiger Helfer aus der Schulelternschaft und dem Kollegium hätte der Sponsorenlauf nicht zu diesem Erfolg werden können, betont Rektorin Backhaus. Besonders beeindruckt ist sie von dem Einsatz der Schüler, die selbstständig potenzielle Sponsoren vor dem Lauf ansprachen und mit ihnen die Spenden pro Runde verabredeten.

Die Welthungerhilfe werde von den mehr als 11 000 Euro Überlebenssets für die Flüchtlinge im Sudan kaufen, kündigte Simone Loose an. Rationierte Mengen von Hirse, Öl, Wasser und Holzkohle ermöglichen den Menschen wenigstens das Überleben. Und bereits das ist keine Selbstverständlichkeit in einem der ärmsten Länder der Welt.

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