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NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

Azubi In Norddeich: Auf den (See-)Hund gekommen

12.09.2015

Norddeich /Brake Scharfe Zähne und Krallen statt Kulleraugen und Watschelflossen: Dass Seehunde keine Kuschel-, sondern Raubtiere sind, hat Clara Guckenbiel schnell gelernt. „Die können richtig garstig sein und beißen“, sagt die 21-Jährige. Sie macht eine Ausbildung zur Zootierpflegerin in der Seehundstation Nationalparkhaus im ostfriesischen Norddeich – und ist damit landesweit die einzige Nachwuchspflegerin, die sich um kugelige Heuler, seltene Vögel und heimische Nordseefische kümmert.

Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin hatte es schon immer an die Küste gezogen. Nach dem Abitur entschloss sich die 21-Jährige, für ein Jahr den Bundesfreiwilligendienst zu unterstützen und bewarb sich bei der Pflegestation. „Nach dem Jahr habe ich dann gefragt, ob ich eine Ausbildung machen kann“, sagt Clara. Gegen viele Bewerber musste sich die junge Frau dabei nicht durchsetzen: „Wir haben den Ausbildungsplatz bisher nie ausgeschrieben“, erklärt Tierpfleger Tim Fetting.

In der Pflegestation, die sich durch Eintrittsgelder und Spenden finanziert, arbeiten derzeit rund 20 Mitarbeiter und Praktikanten, dazu kommen Helfer des Bundesfreiwilligendienst und des Freiwilligen Ökologischen Jahres.

Handschuhe, Schrubber und Fisch gehören bei der Pflege von Seehunden zur Grundausstattung, sagt Clara. Der Tag in der Station beginnt für sie mit dem Frühstück – für die Beckenbewohner: Fisch und Brei gibt es für die Heuler. Anschließend müssen die Gehege und Liegeflächen gesäubert werden. Zwischen zweieinhalb und drei Jahre dauert die Lehre zur Zootierpflegerin. In dieser Zeit lernt Clara in Norddeich, im Zoo in Osnabrück und in der Berufsschule in Brake. Vor allem das Einprägen der Artenvielfalt sei eine Herausforderung. „Wenn man zum Beispiel von „Robben“ spricht, spricht man von 34 Arten“, erklärt die 21-Jährige. Und Seerobben sei keine davon. „Das sagen Leute manchmal falsch. Es gibt nur den Seehund.“

Ein Haustier habe sie allerdings nie gehabt. Damit Clara nicht nur lernt, was an der niedersächsischen Nordseeküste kreucht und fleucht, wird sie während eines dreimonatigen Praktikums im Zoo Osnabrück auch mit Giraffen, Löwen und anderen Vierbeinern arbeiten. „Wir sind hier schon sehr festgelegt auf Nordseefauna“, erklärt Tierpfleger Fetting, der seit 2005 in der Station arbeitet. Man gelte dann schnell als Fachidiot.

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