Frage:
Die Qualität von Schulen steht Ende September im Mittelpunkt der Pädagogischen Woche an der Universität Oldenburg – wie ist es darum bestellt?Winkel:
Sie ist nicht so schlecht, wie oft behauptet wird. Problematisch wird es immer dort, wo die Schulentwicklung stehen geblieben ist und sowohl Unterricht als auch Schulleben sehr klassisch gestaltet werden. Gut ist Schule immer dann, wenn sie ein Lernklima schafft, in dem sich alle Schüler als erfolgreich und selbstbestimmt erleben können. Außerdem müssen wir eine Schulkultur fördern, die Schülern und Eltern das Gefühl der sozialen Zugehörigkeit vermittelt.Frage:
Welche Rahmenbedingungen sind für Qualitätsverbesserungen notwendig?Winkel:
Zunächst müssen Schulen finanziell so ausgestattet sein, dass sie sich weiterentwickeln können. Dann muss die Belastung von Lehrern durch zusätzliche Neueinstellungen vermindert werden. Wichtig sind auch zahlenmäßig deutlich kleinere Klassen, damit man besser auf individuelle Lernbedürfnisse eingehen kann. Und nicht zuletzt sollte Weiterbildung von Lehrern eine Selbstverständlichkeit werden.Frage:
Gibt es bei der Pädagogischen Woche besondere thematische Schwerpunkte?Winkel:
Die Frage der Unterrichtsbelastung ist einer – da ist die Resonanz besonders groß. Darüber hinaus gibt es Diskussionen darüber, wie man das kreative Potenzial von Vorschulkindern so fördern kann, dass sie diese Fähigkeiten in der Schule optimal einsetzen können.thema: Qualität der Schulen
Dr. Jens Winkel, Organisator der
Pädagogischen Woche an der Uni Oldenburg
