BERNE - BERNE - „Zisch“, die gemeinsam von der NWZ und der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) getragene Aktion „Zeitung in der Schule“, hat mit jetzt mehr als 20 000 Teilnehmern eine weitere Schwelle überschritten. Bei der ersten von zwei Auftaktveranstaltungen für Zisch 2005 gestern in der Haupt- und Realschule Berne würdigten NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim und der stellvertretende LzO-Vorstandsvorsitzende Stefan Küpper den neuen Rekord mit einem 1000-Euro-Scheck an die Klassen 10 R 1 und 10 R 2, die vor einer London-Fahrt stehen und jeden Euro gebrauchen können.

„Zisch“ soll Schüler aus dem Oldenburger Land an das Medium Zeitung heranführen und zugleich ihre Lesekompetenz stärken. Es findet jährlich wechselnd in jeweils zwei Städten oder Kreisen des Oldenburger Landes statt. Am „Zisch“-Projekt 2005 nehmen 51 Klassen mit etwa 1200 Schülern aus der Wesermarsch und dem Ammerland teil, wo „Zisch“ morgen mit einer Feier im Gymnasium Bad Zwischenahn beginnt.

„Es ist ein Projekt, das sich noch erfolgreicher entwickelt hat, als wir damals vermuten konnten“, notierte Küpper gestern in Berne.

„Damals“, das war das Jahr 1991 und der Beginn einer – wie Küpper und Seelheim feststellten – „erfolgreichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit“ im Dreieck Schule-NWZ -LzO. Es sei „ein Projekt, das niemals altert und immer neue Ideen hervorbringt, das ohne das große Engagement von Lehrern und Schülern aber nicht umzusetzen gewesen wäre“, sagte Küpper.

„Ein solches Projekt ist gerade in einer Zeit besonders wichtig, in der der Einfluss audio-visueller Medien immer stärker wird“, fügte Seelheim hinzu. Nur wer lesen könne, könne Informationen gewichten – gleichgültig, ob es sich um gedruckte oder elektronisch übermittelte handele. Schüler, die sich an „Zisch“ beteiligten, lernten „selektiv“ zu lesen, eine Zeitung optimal zu nutzen und Darstellungsformen zu unterscheiden, beispielsweise Bericht und Kommentar.

Mit „Zeitung in der Schule“ wenden sich NWZ und LzO an Schüler aller Schulformen im Oldenburger Land. Klassen, die daran teilnehmen, bekommen für drei Monate einen kompletten Klassensatz Zeitungen, die viele Lehrer auch für den Unterricht einsetzen. „So kommt Aktualität in die Schule, deren Lehrpläne sonst eher langfristig angelegt sind“, sagte Seelheim. Die Schüler selbst nutzen die Zeitungen u. a. für „Langzeitaufträge“, meistens Analysen bestimmter Themenbereiche.

Und wenn sie dann – der Höhepunkt der „Zisch“-Arbeit – eigenständig ein Thema recherchieren und auf NWZ -Sonderseiten veröffentlichen, werden sie auch selbst zu jungen Reportern.