BREMEN - Mit rund 70 Vorlesungen haben am Donnerstag in

der Bremer Innenstadt Studenten und Professoren der Universität gegen

die Sparpläne des Senats protestiert. Vor allem die im

Hochschulgesamtplan beschlossene Verringerung der Professorenstellen

stößt auf Widerstand.

Die Zahl der vollbeschäftigten

Professoren soll bis 2010 um 27 auf 243 Stellen verringert werden. Im

gleichen Zeitraum wird der Etat der Universität um 2,2 auf 105,1

Millionen Euro gekürzt.

Mirko Brandes, Lektor für Sportwissenschaften an der Universität,

schätzte die Teilnehmerzahl am Donnerstag auf bis zu 4000. „Das

Interesse in der Bevölkerung ist da, wir sind zufrieden“, sagte

Brandes. Die Protestaktionen sollen bis zur Bürgerschaftswahl am 13.

Mai weitergehen. Höhepunkt ist nach Angaben der Uni eine

Großkundgebung am 8. Mai vor dem Hauptbahnhof.

„Durch die wegfallenden Stellen habe ich das Problem, dass es für

meine Abschlussprüfung keinen Prüfer gibt“, klagte eine

Englischstudentin. „Das Fach Behindertenpädagogik fällt

ganz weg und die Studenten sollen in Oldenburg weiterstudieren“,

sagte Prof. Daniela Elsner. Dass die Studenten aber in der Hansestadt

ihre Wohnungen haben, werde nicht bedacht.

Der Studiengang

Sportwissenschaften werde nach dem neuen Haushaltsplan aufgelöst,

kritisierte sie weiter. In einem gemeinsamen Flugblatt der

Studierenden und Lehrenden der Uni Bremen heißt es: „Das Überleben

der ganzen Universität steht auf dem Spiel. Hier wird nicht gespart -

hier wird die Zukunft dieses Bundeslandes verkauft.“