Newtown/Washington - Bei einer Schießerei in einer Grundschule im US-Staat Connecticut hat es nach Polizeiangaben 27 Tote gegeben. Unter den Opfer waren 20 Kinder und 6 Schulbedienstete. Auch der mutmaßliche Schütze Ryan Lanza wurde tot aufgefunden.
In Washington zeigte sich US-Präsident Barack Obama tief erschüttert über die „heimtückische Tat“. Wiederholt kämpfte er mit den Tränen und musste innehalten, als er am Freitagnachmittag (Ortszeit) im Weißen Haus ans Mikrofon trat. Er fühle überwältigende Trauer: „Unsere Herzen sind gebrochen.“
CNN zufolge kamen auch der Schuldirektor und ein Schulpsychologe ums Leben. Die Kinder in der Schule sind bis zu zehn Jahre alt, die jüngsten seien im Kindergartenalter.
Mehrere Medien beschrieben den Schützen als einen Mann in den Zwanzigern. Der Amokläufer soll Vater eines der Schulkinder sein. Er sei ganz in Schwarz gekleidet gewesen und habe eine kugelsichere Weste getragen, hieß es unter Berufung auf Augenzeugenberichte weiter.
Unklar blieb, ob der Schütze von der Polizei getötet wurde oder ob er sich selbst umbrachte. Der Amokläufer hat laut Medien auch seine Mutter in der Grundschule erschossen. Sie sei dort Lehrerin gewesen. Ryan Lanza sei zielgerichtet in die Klasse seiner Mutter gegangen und habe zunächst sie getötet, bevor er andere Erwachsene und Kinder erschoss. Ein Bruder des Schützen wurde tot in dessen Wohnung gefunden.
Augenzeugen sprachen von chaotischen Szenen in der Sandy Hook Elementary School in Newtown. Demnach eröffnete der Schütze um kurz nach 9.30 Uhr Ortszeit das Feuer auf einem Flur, er habe mindestens 100 Schüsse abgegeben, sagte eine Schülerin einem Lokalsender. „Es machte Bang, Bang, ich habe Schreie gehörte“, schilderte ein Junge.
Wenig später seien Polizisten und Lehrer in sein Klassenzimmer gestürmt und hätten die Schüler aus dem Raum gedrängt. Sie seien dann in ein nahe gelegenes Feuerwehrhaus gebracht worden. Dort wurden die Kinder dann von ihren Eltern in die Arme geschlossen.
