BREMEN - Im Rechtsstreit um die Affenversuche in Bremen gibt es offensichtlich noch viele offene Fragen. Das Verwaltungsgericht hat Universität und Gesundheitsbehörde an diesem Donnerstag zu einem Erörterungstermin geladen. "Das ist ein Termin, der zur weiteren Sachaufklärung dient", erläuterte Jörg Henschen von der Gesundheitsbehörde. Wann die mündliche Verhandlung beginnt, ist noch unklar.
Seit mehr als zehn Jahren erforscht der Neurobiologe Andreas Kreiter an den Makaken-Affen die Funktion des Gehirns - seitdem gibt es den Streit um die Experimente. Noch bevor Kreiter seine Arbeit überhaupt aufnahm, protestierten Tierschützer heftig dagegen. Sie halten die oft stundenlangen Versuche für Quälerei. Im Oktober 2008 weigerte sich die Gesundheitsbehörde schließlich deren Genehmigung zu verlängern. Dagegen klagte die Universität.
