BREMEN - Das seit Jahren umstrittene Sparkonzept für die Universität Bremen steht fest. Das Rektorat habe von sein Recht genutzt und über den Hochschulentwicklungsplan entschieden, teilte Rektor Wilfried Müller am Montag mit.

Zu diesem Schritt sei die Hochschulleitung gezwungen worden, nachdem Studenten mehrfach Sitzungen des Akademischen Senats zum Plan verhindert hatten.

In einer Stellungnahme kritisierte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) die Entscheidung als „autoritär“. Die Pressekonferenz am Montag wurde von einer Protestaktion von Studenten unterbrochen.

Durch die vom Land verordneten Haushaltskürzungen müsse die Universität insgesamt bis 2010 einen planerischen Verlust von rund zehn Millionen Euro verkraften, sagte Müller. Vor dem Hintergrund der Exzellenzinitiative hätten die Geo- und Politikwissenschaften jeweils eine zusätzliche Stelle zugesprochen bekommen. Ansonsten seien in dem vom Rektorat beschlossenen Stellenplan bis 2015 weitgehend flächendeckende Kürzungen um zehn Prozent vorgenommen worden. Die Chemie habe sogar 40 Prozent der Stellen verloren. Der Studiengang Sport laufe aus. Behindertenpädagogik und Weiterbildung würden in Zukunft nur noch als Masterstudiengänge angeboten.

„Uns geht es darum, dass in der Einrichtung Klarheit darüber herrscht, welche Professur besetzt werden kann und welche nicht“, sagte Müller. Er forderte zudem, dass das Land die 2010 zu erwartenden Tarifsteigerungen voll übernehme. Außerdem müssten die von Bremen bereitgestellten Mittel zur Verbesserung von Lehre und Studium über das Jahr 2009 hinaus verlängert werden.

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