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Bundesprogramm soll Stipendienkultur anregen

Stephanie Bremer

FRAGE:

Herr Weithöner, als eine von drei niedersächsischen Hochschulen wird die Jade-Hochschule die zugewiesenen Fördermittel ausschöpfen und ein Deutschland-Stipendium anbieten. Was ist das Besondere daran?

WEITHÖNER

: Das Deutschland-Stipendium ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert worden, erstmalig für dieses Wintersemester. In erster Linie ist auch dieses Stipendium eine Begabtenförderung. Das Finanzierungskonzept bei diesem Bundesprogramm ist neu. Die Stipendiaten erhalten 300 Euro monatlich: 50 Prozent gibt der Bund, die andere Hälfte muss die Hochschule bei Förderern einwerben. Die privaten Geldgeber können Fachbereiche oder Studiengänge gezielt unterstützen. So soll aus hochschulpolitischer Sicht die Stipendienkultur in Deutschland angeregt werden. Mittelfristig sollen rund 10 Prozent der Studierenden in Deutschland gefördert werden, es wird jedoch klein angefangen. Für die Jade-Hochschule bedeutet das zunächst 26 Stipendiaten, bis zu 600 könnten es in den nächsten Jahren werden.

FRAGE:

Warum hat sich die ­Jade-Hochschule entschlossen, das Stipendium anzubieten?

WEITHÖNER

: Wir sehen den Vorteil auf allen drei Seiten: Unternehmen, Studierende und Hochschule. Unmittelbar helfen wir zunächst den Studierenden. Ein weiteres Ziel ist es, ein Netzwerk zu bilden. Wir planen, regelmäßige Treffen der Stipendiaten und der geldgebenden Unternehmen zu organisierten, um die Studenten an ihre Förderer heranzubringen und die Förderer aufmerksam zu machen auf den Nachwuchs. Diese Vernetzung ist Teil einer Wirtschaftsförderung.

FRAGE:

Wie werden die Stipendiaten ausgesucht?

WEITHÖNER

: Die Leistungen spielen eine große Rolle. Entscheidend ist jedoch die Gesamtbetrachtung des Potenzials. Dabei zählen auch das soziale Engagement und besondere persönliche Umstände. Beim Auswahlverfahren geben wir uns viel Mühe, die Stipendiaten auszuwählen.

FRAGE:

Wird das Stipendium in Zukunft fortgeführt?

WEITHÖNER

: Man kann sagen, im Moment starten oder üben wir mit 26 Stipendiaten. Denn die Jade-Hochschule beteiligt sich mit dem Ziel, auf 10 Prozent Studierende mit Stipendium zu kommen. Wenn das Programm wie geplant weitergeführt wird, werden wir es in Zukunft mit großem Engagement unterstützen.

Prof. Dr. Uwe Weithöner (57)

ist Vizepräsident der Jade-Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, die nun das Deutschland-Stipendium anbietet. Studierende und Studienanfänger können sich bis 20. September bewerben.
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