• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Ratgeber Beruf & Bildung Bildung

BILDUNG: Clausthal – die „chinesische Stadt“

17.06.2008

CLAUSTHAL-ZELLERFELD Von Zeit zu Zeit wird Zhang Zhenan doch ein wenig sentimental. Wenn seine deutschen Kommilitonen am Wochenende zu ihren Eltern fahren, blickt der junge Chinese ihnen neidisch hinterher. Sein Elternhaus liegt in der Provinz Liaoning, nordöstlich der Hauptstadt Peking. Von seinem Studienort Clausthal-Zellerfeld sind es mehr als 7500 Kilometer dorthin. Doch wirklich alleine ist Zhang im Harz nicht, denn er teilt sein Schicksal mit etwa 600 anderen chinesischen Studenten. Eine höhere Quote an Studierenden aus dem Reich der Mitte als die Technische Universität (TU) im Harz kann keine andere deutsche Hochschule vorweisen – jeder Fünfte der rund 3000 Studenten kommt aus China.

„Clausthal ist fast schon eine chinesische Stadt“, sagen Zhang und seine Freunde. Gerade mal 15 000 Einwohner zählt die kleine Bergstadt, so fallen die zahlreichen jungen Menschen aus Fernost sehr auf. Seit fünf Jahren ist Zhang Ning bereits in Deutschland, in Clausthal studiert er wie so viele seiner Kommilitonen Maschinenbau.

Auch der prominenteste Absolvent aus Fernost hat hier in diesem Fach promoviert: Der chinesische Forschungsminister Wang Gang. Nicht nur seinetwegen ist das kleine Clausthal in China ein Begriff. Mit vier Unis im Reich der Mitte hat die TU Kooperationsabkommen geschlossen.

„Man kennt uns“, ist TU-Vizepräsident Prof. Thomas Hanschke überzeugt. „Wir sind auf dem internationalen Bildungsmarkt gut positioniert.“ Studiengänge wie etwa „Geoenvironmental engineering“ seien speziell für die chinesischen Studenten entwickelt worden. „Die Nachfrage ist immer noch sehr groß“, sagt Almut Steinbach, Geschäftsführerin des Internationalen Zentrums.

Die Chinesen erhoffen sich vom Studium in Deutschland in erster Linie bessere Berufsaussichten. „Die Absolventen sind hochattraktiv für westliche Unternehmen in China“, sagt Steinbach. Einen solchen Job hat auch Zhang Zhenan fest im Visier. „In Deutschland haben wir keine Chance“, sagt er. „Hier werden Muttersprachler bevorzugt.“ Der Rückzug nach China hätte für ihn noch einen weiteren Vorteil: Er wäre dann wieder in der Nähe seiner Familie.

Informationen unter

www.tu-clausthal.de

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.