CLOPPENBURG/FRIESOYTHE - Die Massenkeulung von 610.000 Puten nach Ausbruch
der Vogelgrippe im Landkreis Cloppenburg im Dezember 2008 war nach
Ansicht von Experten überzogen und unnötig.
Das bei Tests festgestellte H5N3-Virus sei für die Tiere harmlos und vergleichbar
mit einem Schnupfen, sagten unabhängig voneinander die
Vogelgrippe-Experten Sievert Lorenzen von der Universität Kiel und
Johan Mooij vom Wissenschaftsforum Aviäre Influenza am Mittwoch dem
Hörfunksender NDR Info. Die Tiere seien kurz vor Weihnachten zu einem
großen Teil schlachtreif gewesen und hätten laut der bundesweit
geltenden Geflügelpestverordnung für den Verbraucher ohne Bedenken
auf den Markt gebracht werden können.
Berichte über die Vogelgrippe im Spezial
Wissenschaftler und Tierärzte vermuten dem Bericht zufolge, dass
hinter der Massenkeulung eine Marktbereinigung angesichts eines
bestehenden Überangebots steckte, eine Art Konjunkturprogramm für die
Putenwirtschaft. Die Ausfälle für die Putenproduzenten glich die
Tierseuchenkasse Niedersachsen dem Bericht zufolge mit mehr als 14
Millionen Euro aus. Die Hälfte davon bezahlte das Land Niedersachsen
aus Steuergeldern.
Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Donnerstag in Ihrer NWZ.
