Oldenburg - Mobile Geräte wie Tablet-Computer werden nicht nur privat häufiger genutzt, sondern mittlerweile auch immer mehr in den Unterricht eingebunden. Passend zu diesem Trend ist auch die Veranstaltung „Mobiles Lernen mit Tablets und Co.“ von Jahr zu Jahr gewachsen. „Begonnen haben wir mit fünf Ausstellern“, erklärt einer der Organisatoren, Andreas Hofmann, der selbst Oberschullehrer in Sandkrug (Landkreis Oldenburg) ist.
Am Donnerstag, dem ersten der beiden Ausstellungstage, zeigte sich Hofmann von der Größenordnung der diesjährigen Fortbildung „schier überwältigt“. 40 Aussteller präsentieren den mehr als 500 Teilnehmern aus ganz Deutschland noch bis Freitag an der Universität Oldenburg ihre Produkte und Konzepte.
Ulrike Heinrichs, Leiterin des Oldenburger Fortbildungszentrums (OFZ), versprach zu Beginn der Ausstellung: „Der Tag steht unter dem Anspruch, möglichst viel Einblick in die Praxis zu bieten.“ Dazu können die Besucher die auf zwei Tage verteilten 130 Workshops nutzen – hier sollen Ideen und Erfahrungen ausgetauscht werden sowie praxisnah die Produkte am Tablet selbst ausprobiert werden.
Insbesondere engagierte Lehrer nutzen das Angebot der Messe, sagt Andreas Hofmann. „Es muss aber noch mehr Initiative von oben kommen“, gab er zu bedenken und spielt damit auf die einzelnen Bundesländer an. Der Pädagoge meint, dass Lehrer wie Schüler vom mobilen Lernen gleichermaßen profitierten. Auch die Nordwest-Zeitung sieht im Einsatz von Tablets im Unterricht viel Potenzial. „Wir unterstützen Schulen dabei, Tablet-Klassen auszustatten. Das läuft dann entweder über ein elternfinanziertes Mietkauf-Modell, bei dem das Gerät nach einer gewissen Zeit in das Eigentum des Schülers übergeht, oder über die Schulträger, die einen Pool an Geräten für ihre Schüler anschaffen“, erklärt Uwe Mork, Leiter der Privatkundenabteilung bei der NWZ, die bei der Tagung ebenfalls mit einem Stand vertreten ist.
„Für die Lehrer ist das Arbeiten mit Tablets natürlich eine Arbeitserleichterung“, findet Hofmann. Aber auch die Schüler würden von dieser Mediennutzung profitieren, indem sie auf besondere Weise gefordert würden. „Ich lasse meine Schüler für den Englischunterricht zum Beispiel ein Erklärvideo anfertigen. Dadurch lernen sie noch besser zu kommunizieren und angstfrei zu sprechen“, sagte Hofmann.
