CONNEFORDE - Etwa ein Jahr ist es jetzt her, dass die Trike-Schule der Fliegerfreunde Conneforde ihre Pforten geöffnet hat. Nun haben die ersten zwei Schüler ihre praktische Prüfung für gewichtskraftgesteuerte Ultraleichtflugzeuge bestanden, Mark Winter und Michael Nack aus Rastede.
„Aktuell haben wir neun Schüler bei uns. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass im letzten Jahr in ganz Deutschland 54 Schüler ihren Flugschein bekommen haben“, sagt Fluglehrer Detlef Oltmanns stolz. Der jüngste Schüler bei den Fliegerfreunden ist 22, der älteste 60 Jahre alt. Ab 16 Jahren ist es möglich, ein Trike zu fliegen. „Nach einem Jahr können die Schüler dann ihren Flugschein machen.“
Bis dahin müssen sie aber Einiges lernen. Eine Maschinen steht zum Üben zur Verfügung. Diese schafft bis zu 150 Stundenkilometer. „Unsere Maschine ist eine doppelsitzige“, sagt Oltmanns, der den Schülern mit Günter Zarth das Fliegen beibringt. „Der Lehrer sitzt hinten und der Schüler vorne. Nach kurzem Ausprobieren am Boden, starten wir sofort in die Luft.“ Einen wesentlichen Teil mache das Starten und Landen aus. Oltmanns: „Das ist das A und O. Pro Stunde müssen sie etwa achtmal Starten und Landen.“ Nach etwa zehn bis zwölf Übungsstunden bzw. nach an die 100 Starts und Landungen, könnten die Schüler dann zum ersten Mal alleine fliegen. Bis jetzt seien noch keine schlimmen Unfälle passiert. „Unsere Maschine ist sehr robust. Die geht nicht so schnell kaputt. Da müsste der Schüler schon ziemlich viel Unsinn machen“, sagt Oltmanns und lacht.
Die Trike-Flugschule der Fliegerfreunde ist die Einzige im Nordwesten. „Es ist schade, dass es so wenig gibt“, bedauert Oltmanns, dabei sei „das Gefühl mit einem Trike zu fliegen, noch einmal etwas ganz anderes als mit einem normalen Flieger“, sagt Dr. Viola Kürbitz von den Fliegerfreunden. „Jederzeit sind Gastflüge möglich, damit das jeder einmal selber erfahren kann“, fügt Kürbitz hinzu.
@
