DELMENHORST - Den Vorschlag des FDP-Fraktionsvorsitzenden Uwe Dähne, Lehrkräfte auch zu Schulpsychologen auszubilden, hält der Kreisverband Delmenhorst der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) für „insgesamt untauglich.“.
Die Lehrer würden sich anlässlich der bevorstehenden Pensionierung der Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes, Anne Kragl, um die Zukunft der psychologischen Beratung in Schulen sorgen – gerade weil das Kultusministerium die Stellen der Psychologen von 50 auf 40 reduziere. Dähnes Vorschlag würde die Besorgnis nur steigern, so Günter Matthes (GEW). Schließlich sei die FDP in Hannover an der Landesregierung beteiligt, „deren Schulpolitik den teilweise desaströsen Zustand an den Schulen herbeigeführt hat“.
Es dürfte Jahre dauern, bis ein Studiengang mit der Zusatzqualifikation der Psychologen eingerichtet sei und die ersten Absolventen zur Verfügung stünden. Außerdem seien die Lehrkräfte voll damit beschäftigt, ihre Aufgaben zu erfüllen. Matthes bittet deshalb, die frei werdende Stelle umgehend neu zu besetzen und Uwe Dähne, „auf solche Vorschläge zu verzichten.“
