DELMENHORST - „Nicht so dicht auffahren“, ruft Lehrerin Christel Martens. Ansonsten aber hat sie am Fahrverhalten ihrer Schützlinge nichts auszusetzen. „Die Schüler fahren sicher“, lautet ihr Fazit. Nur wenn zwei Schüler mit ihren Fahrrädern direkt hintereinander fahren, sollte der Abstand schon etwas größer sein.
Martens stand am Donnerstag gemeinsam mit Kollegen, Eltern, zwei Polizisten und einem Vertreter der Verkehrswacht am Fahrbahnrand und beobachtete 26 Schüler der vierten Klassen der Käthe-Kollwitz-Schule bei ihrer Fahrt durch die Straßen. Wie in jedem Jahr stand für die Viertklässler die Fahrradprüfung an.
Schauen die Grundschüler nach links und rechts, bevor sie die Straße überqueren? Geben sie vorm Abbiegen Handzeichen? Wie verhalten sie sich an einer Ampel? „Wir haben einen guten Eindruck vom Fahrverhalten der Kinder“, waren sich Simone Hemken und Norbert Zitterich vom Präventionsteam der Polizei einig, die das Geschehen von der Kreuzung Syker Straße/ Bremer Straße/ Nordenhamer Straße aus beobachteten. Wichtig sei, dass das Gesamtbild stimme. „Denn Kinder in diesem Alter können maximal 1,7 Situationen auf einmal bewältigen“, erzählte Zitterich. Beim Abbiegen aber müsse es sich umgucken, einordnen, Handzeichen geben, sich erneut umgucken und dann mit nur einer Hand am Lenker abbiegen. „Das kann ein Kind gar nicht leisten“, sagte Zitterich.
Sein Lob galt nicht nur den Schülern, sondern auch Lehrerin Martens. „Sie hat gute Vorarbeit geleistet. Die Kinder waren gut vorbereitet“ In der Tat: Bevor der Praxistest auf der Straße bewältigt werden musste, ist Martens die Strecke mehrere Male mit ihren Schülern abgelaufen und hat etwa auf Gefahrenpunkte hingewiesen. Auch ein Fragebogen, den die Verkehrswacht entworfen hat, wurde ausgefüllt.
