DELMENHORST -
Die Art der Datenerhebung ist umstritten. An etlichen Schulen gab es Proteste.
DELMENHORST/LO - Die Fitnesslandkarte ist weiter umstritten: Die Datenerhebung, die das niedersächsische Kultusministerium per Erlass von den Schulen verlangt hatte, stößt zumindest bei einem Teil der Delmenhorster Sportlehrer weiterhin auf Ablehnung. Das wurde gestern bei einer Informationsveranstaltung mit Liesel Westermann-Krieg deutlich, die im Kultusministerium in Hannover als Referentin für das Projekt zuständig ist.Der Test werde seit 2000 bundesweit auf freiwilliger Basis durchgeführt, berichtete Westermann-Krieg. Es gehe darum, die Themen Bewegung und gesunde Ernährung verstärkt in schulisches Lernen einzubringen. Untersuchungen belegten, dass die motorische Leistungsfähigkeit von Kindern kontinuierlich abnehme. In den USA gebe es zudem Hinweise, dass Diabetes-Erkrankungen und Adipositas bei jungen Menschen zunehme. Dies sei auch in Deutschland zu befürchten.
Lehrer kritisierten u.a., der Test sei zu starr und schlecht vorbereitet. Er soll dennoch in unveränderter Form wiederholt werden, erklärte Westermann-Krieg.
