DELMENHORST/GANDERKESEE - DELMENHORST/GANDERKESEE - Der Pleitegeier kreist über der Stadt Delmenhorst und die Verwaltung sieht sich gezwungen, Sparvorschläge auszuarbeiten. Im Zuge des so genannten Konsolidierungskonzeptes, über das der Stadtrat am 28. März zu entscheiden hat, steht auch die Streichung der Zuschüsse für das Regionale Umweltzentrum (RUZ) in Hollen zur Debatte. Schüler und Lehrer hatten daher gestern in die Fröbelschule geladen, um die Wichtigkeit dieser Institution für das Schulleben zu unterstreichen.
Fröbelschülerin Anita (15) berichtete von ihren Erfahrungen im RUZ. Sie hatte am Kursus „Schon probiert? Leckereien von Schülern für Schüler“ teilgenommen und war begeistert: „Ich habe viele Tipps erhalten, was das Backen angeht.“ Meltem und Rebi von der Hauptschule Süd haben gelernt, wie man Kürbisbrot backt und Kürbissuppe zubereitet. „Und wir haben selbst Pommes hergestellt – die waren lecker.“ Mit erneuerbaren Energien hatten es Marco und Thore von der Käthe-Kollwitz-Grundschule zu tun: „Einige von uns haben dann zu Hause versucht, ihre Eltern zur Solarenergie zu überreden.“
Aber nicht nur Schüler, auch Lehrer wissen das RUZ als pädagogische Institution zu schätzen: „Das Umweltzentrum hat uns geholfen, eine Energiesparschule zu werden. Was dort gelehrt wird, ist wirklich toll. Wir brauchen das RUZ“, brachte es Cordula Rompf von der Grundschule Deichhorst auf den Punkt.
Eingeladen waren auch alle Delmenhorster Politiker, wobei mit Uwe Dähne (FDP) nur ein Ratsvertreter tatsächlich erschien. „Es wäre auch wirtschaftlich sinnvoll, das RUZ weiterzuführen“, betonte Dähne. Claus Hübscher von der Verwaltung sagte, dass es nicht seine Absicht sei, dass RUZ zu schließen. Die Verwaltung sei allerdings angehalten, der Politik Sparvorschläge zu unterbreiten.
Fakten zum Regionalen UMweltzentrum (RUZ) in Hollen
Das Umweltzentrum Hollen
ist eine außerschulischeUmweltbildungseinrichtung für den Landkreis Oldenburg und die Stadt Delmenhorst.
