DELMENHORST - Der Kunst-Container mitten auf dem Gelände des Hanse-Wissenschaftskollegs in Delmenhorst ist längst zu einem beliebten Treffpunkt für die Gast-Wissenschaftler, die so genannten Fellows, geworden. 60 von ihnen aus 19 Nationen in aller Welt waren im vergangenen Jahr Gast in Delmenhorst und forschten in Gemeinschaften auf Zeit in völlig unterschiedlichen Disziplinen.
Der Jahresbericht 2010, den Professor Dr. Reto Weiler, Rektor des Kollegs am Dienstag vorstellte, enthält auf 120 Seiten Vorträge, Interviews und Gespräche sowie einen statistischen Überblick in Bildern und Zahlen. Im Ergebnis „war es ein sehr gutes Jahr für uns“, zog der Rektor Bilanz.
Für Weiler zeigt dieser Rückblick in konzentrierter Form, „dass das Hanse-Kolleg den Anspruch eines internationalen Hauses auf jeden Fall erfüllt“. Der Bericht sei aber auch „eine wichtige Plattform für neues Wachsen in der Zukunft“.
Wichtig sei im vergangenen Jahr bei zahlreichen Projekten auch die Verknüpfung von Wissenschaft und Kunst gewesen, erinnerte Weiler. Wesentlich dazu beigetragen habe auch das neue Kaminzimmer mit Platz für „Begegnungen in entspannter Atmosphäre“ zwischen Wissenschaftlern, Musikern und bildenden Künstlern.
Neu eingeführt wurden auch Debatten, bei denen Fellows über Themen diskutieren, die nicht direkt zu ihren Fachgebieten gehörten. Bei Besuchen an den Forschungsstätten ihrer Kollegen entwickelten sich unter den Wissenschaftlern oft völlig neue und überraschende Fragenstellungen. „Wir wollen die Köpfe öffnen und dazu beitragen, das Menschen aufeinander zugehen“, sagte Weiler.
Die große internationale Akzeptanz, die das Kolleg bisher gefunden habe, strahle auch in die Region, freute sich Weiler. Vorträge und Ausstellungen fänden zunehmend Interesse und Beachtung. Fortgesetzt werden auch Führungen durch das Delmenhorster Kolleg.
