DELMENHORST - 100 Jahre ist es nun her, dass die Hermann-Allmers-Grundschule im Jahr 1912 erbaut wurde. Seitdem ist einiges passiert in diesen Mauern. Die rund 15 ehemaligen Schüler, die sich am Mittwoch zu einem Wiedersehen in der alten Schulaula wiedertrafen, können ein Lied davon singen. Viele Erinnerungen hängen an diesem Gebäude, sowohl gute als auch weniger erfreuliche. Sie lassen eine Schulzeit wieder lebendig werden, die heutzutage kaum noch vorstellbar scheint.
„Ich erinnere mich noch daran, wie wir in einem Winter Kohleferien bekamen“, lässt Klaus Musiol seine Erinnerungen schweifen. Von 1949 bis 1957 besuchte der heute 69-Jährige die damalige Volksschule. „Da die Flüsse alle zugefroren waren, konnte keine Kohle für die alte Koksheizungen herbeitransportiert werden.“ Die Folge: Schulausfall. Auch sonst war 1949 vieles anders. Gerade einmal fünf Lehrkräfte waren für 270 Schüler zuständig – heutzutage unvorstellbar.
„Hier war noch Zug drin damals“, sind sich die Ehemaligen heute auch heute noch einig. „Selbst vor dem Hausmeister haben wir damals strammgestanden.“ An einen Hausmeister erinnert sich die Runde nahezu vollzählig: das Ehepaar Müller. Auch die ehemaligen Töchter des Hausmeisterpaares, Irmgard Reuther und Renate Schalkowski, sind an diesem Tag an ihre alte Schule zurückgekehrt. Doch für sie bedeutet diese Wiederkehr mehr als nur ein Schulbesuch: „Wir haben in diesem Gebäude gewohnt“, erinnert sich Renate Schalkowski, „in der alten Hausmeisterwohnung, gleich gegenüber von der Aula.“
Die Folge für sie: „Damals gab es ja es keine Putzkräfte. Da mussten wir dann in den Nachmittagen und auch Schulferien ran.“ Dennoch verbinden beide Schwester gute Erinnerungen mit dem alten Gemäuer: „Wir haben schließlich hier auch unsere Polterabende und Hochzeiten gefeiert.“
An diesem Freitag feiert die Schule nun ihr hundertjähriges Bestehen. Ab 14.30 erwartet alle Besucher ein buntes Programm und viel Wissenswertes über 100 Jahre Hermann-Allmers-Schule.
