DELMENHORST - Dieser Vormittag war für das Trio von der Pädagogischen Puppenbühne aus Delmenhorst schon ein besonderer: Mit ihren Auftritten in den vier vierten Klassen der Wildeshauser Wallschule waren die Polizeikommissare Linda Bannach und Torsten Blume sowie die Polizeibeschäftigte Jutta Hartz erstmals im Landkreis Oldenburg zu Gast. Dazu hatten sie teilweise noch Besuch von Kollegen im Publikum: Die Beamten der Polizeipuppenbühne Wilhelmshaven schauten sich erstmals das Programm „Coole Köpfe“ an. Ein bisschen „nervös“ sei sie da schon gewesen, so Linda Bannach, aber die Rückmeldung der erfahrenen Kollege aus Wilhelmshaven sei positiv gewesen, freute sie sich über den insgesamt erst vierten Auftritt der Puppenbühne.

Bereits seit 1991 sind die Wilhelmshavener auf Präventionstour. Allein 2010 bestritten die Puppenspieler in Uniform 295 Auftritte querbeet im Oldenburger Land. Wegen der großen Nachfrage entschied sich die Polizeidirektion Oldenburg, eine zweite Bühne in Delmenhorst aufzubauen. Seit 2010 laufen die Arbeiten daran. Nach Hospitanzen bei den Wilhelmshavenern, Arbeitstagungen mit Puppenspielern und Fortbildungen machten sich die Delmenhorster daran, eigene Stücke zu entwickeln. Bis zum Sommer 2011 sollen noch zwei weitere hinzukommen, so dass sie dann vor allen Klassen der Grundschule auftreten und sich auch Fragen der Verkehrserziehung bei den Jüngeren widmen können. Von den Requisiten über den Puppenbau bis zum Schreiben der Stücke machen die Delmenhorster alles selber. Ab Schuljahr 2011/2012 teilen sich Wilhelmshaven und Delmenhorst dann das Gebiet der Polizeidirektion auf. Bei den Ansprechpartnern für die Schulen ändere sich dabei nichts, so Bannach.

„Coole Köpfe“, widmete sich in der Wallschule jeweils in einer Doppelstunde pro Klasse den Themen Gefühle, Wut, Gewalt, dem Ziehen von Grenzen sowie dem Finden von Helfern und dem Übernehmen von Verantwortung. So berichtete Klappmaulpuppe Susi, dass sie in der neuen Klasse mit dem Spruch „Was glotzt du so?“ angemacht worden sei. Die Kinder der 4a fanden das „gemein“. Bannach machte mit ihnen auch ein Pantomimen-Spiel. Einer drehte sich um. Den anderen Kindern zeigte die 32-Jährige dann eine Karte mit einem Begriff, denn sie per Körpersprache darzustellen und der Klassenkamerad zu erraten hatte.

Jutta Hartz zeigte den Kindern auf der kleinen Tischbühne die Geschichte von der ollen Ziege und der dummen Gans, die sich streiten. Dabei geht es um die Regel: „Wenn einer stopp sagt, ist auch stopp.“ In der Wallschule sei es „gut“ gelaufen, so Bannach: „Die Kinder waren sehr engagiert, sehr motiviert und auch sehr aufmerksam.“

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement