DELMENHORST - „Eine Welt der Vielfalt“ haben die Fünftklässler der Realschule Süd erlebt. Die Projektwoche gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit wird seit 2001 in der Schule veranstaltet und ist bei den Schülern sehr beliebt. Sie wird in Kooperation mit dem Verein „Ibis e.V.“ aus Oldenburg organisiert, der sich für die Integration von Migranten einsetzt.
Auf dem Programm standen verschiedene Unterrichtseinheiten. So beschäftigten sich die Schüler zunächst mit ihrer eigenen Herkunft und ihrem Zuhause, gingen im Fabrikmuseum familiären Spuren nach und nahmen an einem interkulturellen Training teil. Die internationalen Referenten thematisierten ihre Herkunfts- bzw. Flüchtlingsgeschichten und leisteten Aufklärungsarbeit.
Außerdem hatte die Schule Künstler aus unterschiedlichen Herkunftsländern eingeladen, um die eigene, fremde Kultur näherzubringen. Zwischen fünf Angeboten konnten die Fünftklässler wählen: Im Workshop „Russische Impressionen“ hörten die Schüler Musik und Geschichten von Assia Sadoroschnaja, während sie zusammen Tee im Samowar kochten. Aikido, eine asiatische Verteidigungssportart, lernten sie bei Frauke Wlost.
Außerdem gab es drei Tanzkurse zur Auswahl: Tänze aus Kurdistan, Reihentänze, bei denen man sich an die Hand fasst, brachte Ilyas Yanc den Fünftklässlern bei. Disaya Djebi, ivorisch-deutscher Sänger und Tänzer studierte einen „African Dance“ mit den begeisterten Schülern ein – die baten „ihren Star“ hinterher um Autogramme.
Die Band Réfugíes, bestehend aus Doukouré und Rodrigue von der Elfenbeinküste sowie Martin aus Kamerun zeigten den Schülern eine schnelle Choreographie zu Hip-Hop-Reggae und Black Music. Bei allen Workshops waren die Realschüler mit Konzentration und Begeisterung dabei. Stolz wurden dann die Ergebnisse den Eltern im Anschluss in der Aula präsentiert.
