DELMENHORST - „Die Herzlichkeit der Menschen uns Europäern gegenüber hat mich tief beeindruckt“, schildert die 17-jährige Daniela ihren noch recht frischen Eindruck von China. 18 Tage lang hat sie das asiatische Land zusammen mit 19 Mitschülern und fünf Betreuern vom Gymnasium an der Willmsstraße bereist. Am 16. April kehrte die Gruppe zurück und berichtete nun von ihren Erfahrungen in Fernost.

Von Peking aus wurden zahlreiche Ausflüge unternommen. Pflichtbesuche waren selbstverständlich die Chinesische Mauer und die Verbotene Stadt, aber auch das China abseits der Touristenpfade lernten die Schüler, allesamt Teilnehmer eines Chinesischkurses am Gymnasium, kennen. Außerdem standen eine Führung über das Gelände der Tongji-Universität in Shanghai sowie Firmenbesichtigungen auf dem Programm.

Vor allem bei letzteren gestaltete sich die Organisation indes überaus schwierig. „Es mag an der Weltwirtschaftskrise gelegen haben, dass einige Unternehmen womöglich keine stehenden Laufbänder zeigen wollten“, vermutet Lehrer Klaus Vormann.

Ein Erlebnis der besonderen Art war für die Schüler der Besuch beim Chor „Rote Sonne“, der durch seinen Auftritt bei den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking bekannt geworden ist. „Ich hätte vielleicht mit 20 Leuten gerechnet, doch am Ende waren weit über 200 Personen gekommen, um uns zu begrüßen“, erinnert sich die 16 -jährige Ashley. Beim Empfang wurden sogar Deutschlandfahnen geschwenkt – und bei dieser netten Willkommensgeste nahm es dem Chor auch niemand übel, dass diese zunächst verkehrt herum gehalten wurden.

Natürlich erweiterten die Schüler in China auch ihren kulinarischen Horizont. Eine Herausforderung war dabei nicht nur das Essen mit Stäbchen. „Geschmacklich war es ganz anders als das, was man von Chinarestaurants in Deutschland kennt“, sagt die 17-jährige Maria. Dennoch habe sie alles probiert, von extrem scharf bis sehr süß – was auch kein Problem war, immerhin zahlten die Schüler für ein Zehn-Gänge-Menü umgerechnet gerade einmal 3,50 Euro pro Person.

Absolute Renner bei den Souvenirs waren Fächer, Seidenschals und Buddha-Figuren. Als Erinnerung brachte die Gruppe zudem umfangreiches Fotomaterial mit. Dieses soll beim Tag der offenen Tür am Gymnasium Willmsstraße am 9. Mai ausgestellt werden.