DELMENHORST - Das in sie gesetzte Vertrauen begeisterte die jungen Leute. Sie wollten nicht enttäuschen.

Von Mechthild Voigt

Voller positiver Eindrücke fahren acht Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klasse der Goethe-Oberschule nach Eberswalde zurück. Eine Woche lang waren sie zu Gast in ihrer Delmenhorster Partnerschule, der Wilhelm-von-der-Heyde Realschule. Zum Abschluss wurden sie Freitagvormittag von Bürgermeister Hermann Thölstedt im Rathaus empfangen und trugen sich in das Gästebuch der Stadt ein.

Die Tatsache, dass Delmenhorst seit über zehn Jahren partnterschaftliche Kontakte zu Eberswalde pflegt, war etlichen Gastschülern nach eigenen Angaben im Vorfeld nicht bekannt. „Aber als ich hörte, dass Delmenhorst bei Bremen liegt, dachte ich, das ist sicher interessant“, begründete ein Mädchen seine Bereitschaft, am Austausch teilzunehmen. „Erst wollte ich sofort zurück“, gestand eine andere, „doch jetzt würde ich gern noch länger bleiben“.

Sämtliche Schüler hoben die Besuche in Hamburg, Bremen und Bremerhaven hervor. Dort besuchten die Schülerinnen und Schüler das Auswandererhaus. Das hatte Lehrer Jörg Hobner von der Wilhelm-von-der-Heyde-Schule eigens ausgesucht, ging es doch beim Kulturprogramm dieses Aufenthalts um die Frage: „Wo kommen wir her – wo liegen unsere Wurzeln?“

Nach dem offiziellen Teil hatten die Schüler oft Freizeit. „Wir waren völlig überrascht über das große Vertrauen, das unsere Lehrer in uns gesetzt haben, indem sie uns in den Großstädten alleine laufen ließen“, erklärte der 14-jährige Veit Seefeld: „Ich hoffe, wir haben Sie nicht enttäuscht“, wandte er sich an Jörg Hobner und Lehrerin Heidemarie Grunzke aus Eberswalde. Beide Pädagogen bedauern, dass es nicht mehr Schul-Partnterschaften gibt. Im September fahren die Delmenhorster nach Eberswalde.