DELMENHORST - Gesundheit statt Geometrie stand für die Schülerinnen und Schüler des Max-Planck-Gymnasiums an diesem Dienstag auf dem Lehrplan. Bis zur vierten Stunde beschäftigten sich die Jahrgänge fünf bis zehn mit verschiedenen Themen, ehe die Ergebnisse in Form von Plakatwänden in der fünften und sechsten Stunde in der Mensa zu sehen waren.

Das Konzept des Gesundheitstages stammt von den Elftklässlern des Seminarfachs Gesundheit. „Sie haben die Unterrichtsmaterialien entwickelt, mit denen die jüngeren Schüler ihre Präsentationsform ausgearbeitet haben“, erklärten Torben Ormandy und Johanna Meyer, die das Seminarfach leiten.

Der Gesundheitstag soll sich in Zukunft an der Schule etablieren, die Materialien nach Rückmeldung der Lehrkräfte stets optimiert werden. Die Resonanz der Kollegen falle aber bisher durchweg positiv aus, sagte Mathe- und Chemielehrer Ormandy.

„Zuerst haben die Schülerinnen und Schüler unser Gymnasium auch unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet: Gibt es zu wenig Bewegungsmöglichkeiten? Welche Lebensmittel bietet der Kiosk an? Auf diese Kritikphase folgte die Phantasiephase, in der die Inhalte entwickelt wurden“, schilderte Lehrerin Johanna Meyer den Ablauf von der Idee bis zum Konzept.

Und was ist das Ziel des Gesundheitstages? „Vielleicht verändert sich durch die Information zum Thema Ernährung die Nachfrage am Kiosk, hin zu gesünderen Lebensmitteln“, sagte Ormandy.

Generell dürften die Jungen und Mädchen der einzelnen Jahrgangsstufen viel Wissenswertes erfahren haben, zum Beispiel zu den Themen Akupunktur, Homöopathie, Organe beziehungsweise Organspende oder Feinstaub.

Für die Elftklässler hat sich die Arbeit gelohnt. „Es war zwar viel zu tun. Aber es hat auch Spaß gemacht“, sagte Konstantin Walter, der am Seminarfach Gesundheit teilnimmt. Kimberly Leesemann und Madeleine Einemann bestätigten dies: „Es war besonders anstrengend, altersgerechte Texte zu schreiben. Es soll ja allen Spaß machen und nicht zu kompliziert sein.“

Teilnehmen konnte jeder auch an den Mitmachangeboten. So gab es in der Turnhalle beispielsweise Tipps für Entspannungsübungen zum Stressabbau, an einer anderen Stelle stand ein Geschmackstest an: Welcher Becher Saft ist frisch gepresst und welcher Becher Saft kommt aus dem Supermarkt? Das eindeutige Ergebnis: Nahezu alle „Tester“ lagen mit ihren Einschätzungen richtig und fanden den frisch gepressten Saft leckerer.

Auch am Stand von Kimberly Leesemann und Madeleine Einemann bewiesen Mädchen und Jungen ein sicheres Händchen. Es galt, die Lebensmittel-Aufkleber auf der richtigen Stufe der Ernährungspyramide zu platzieren.

Also doch noch etwas Geometrie am Vormittag.