DELMENHORST - Das Internet übt auf viele Nutzer eine große Anziehungskraft aus. Auch viele Kinder surfen täglich durch das weltweite Datennetz, wobei ihnen viele Gefahren durch gewaltverherrlichende und pornografische Inhalte drohen.

Die Lessingschule und die Wilhem-Niermann-Schule setzen sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet ein und nehmen an dem landesweiten Pilotschulen-Programm „Kinder- und Jugendschutz im Internet“ teil. Die Pilotschulen erhalten Filter für ihre Computer. Auf diese Weise können 95 Prozent aller pornografischen sowie 85 bis 90 Prozent aller extremistischen und gewaltverherrlichenden Inhalte gesperrt werden. Der Filter erweitert sich täglich um über 120 000 neue Internetseiten und ist somit sehr flexibel.

Die Aktion findet in Kooperation mit der Landesinitiative „n-21: Schulen in Niedersachsen online“ und der gemeinnützigen „Time for Kids“-Stiftung statt. Die Patenschaft für das Projekt hat Oberbürgermeister Patrick de La Lanne übernommen. „Für mich als dreifacher Familienvater ist die Aktion eine Herzensangelegenheit, denn ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet ist für Kinder und Jugendliche sehr wichtig“, betont der Oberbürgermeister.

Auch Helga Seidel-Reichenberg, IT-Beauftragte an der Lessingschule, ist von dem Projekt begeistert: „Für uns Lehrer ist das Leben einfacher geworden. Es gibt keine Diskussionen mehr darüber, ob die Schüler auf gewisse Internetseiten zugreifen dürfen.“

Das Pilotschulen-Programm verfolgt das Ziel, in jedem der 48 Landkreise und kreisfreien Städte in Niedersachsen mit jeweils einer Schule ein Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet zu setzen. In den ersten sechs Monaten ist der Filter kostenlos, danach kostet er 145 Euro im Jahr. Grundschulen, die nicht mehr als 15 Computer haben, zahlen 99 Euro pro Jahr.