DELMENHORST - Die Polizei wird gegebenenfalls auch in Zukunft bei der Gefährdung von Schulkindern konsequent gegen Kinder und Eltern einschreiten. Das kündigt Polizeidirektor Gerd Schütte zum Beginn des neuen Schuljahres an und fordert die Eltern auf, ihren Beitrag zur Gefahrenminderung auf dem Schulweg zu leisten.
Möglich sei dies durch Nutzung der Schulwegpläne. „Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste“, gibt Schütte zu bedenken und rät zudem, den Schulweg im Vorfeld mit dem Schulanfänger mehrfach abzulaufen. Dabei sollten die Kinder dazu angehalten werden, die Verkehrsregeln zu beachten und die Straße nur an gesicherten Stellen zu überqueren.
Besondere Aufmerksamkeit sollten die Eltern zudem der Kleidung ihrer Kinder widmen. Sie müssten auch bei schlechter Witterung und Dunkelheit gut zu erkennen sein und bei Regen möglichst Schirme benutzen, die ihre Sicht nicht behindern.
Eine besondere Bitte richtet die Polizei an diejenigen Eltern, die ihre Kinder regelmäßig mit dem Auto zur Schule fahren und abholen. In unmittelbarer Schulnähe herrsche dadurch zu den Anfangs- und Schlusszeiten oftmals Chaos, so Schütte. Die Eltern sollten sich deshalb unbedingt an die Verkehrsregeln halten, fordert er.
Im vergangenen Jahr wurden im Stadtgebiet bei zehn Schulwegunfällen neun Kinder leicht verletzt. Im Landkreis Oldenburg gab es 16 verletzte Kinder bei 17 Unfällen auf dem Weg zur oder von der Schule. Im ersten Halbjahr 2007 ist nach Angaben der Polizei die Zahl der Unfälle mit verletzten Kindern leicht rückläufig.
Die Polizei rät, bei Problemen auf dem Schulweg den Kontakt zum Klassenlehrer zu suchen und bietet selbst auch Hilfe an. Ansprechpartner ist Willi Ihlo, der unter Telefon 04221/1559 152 zu erreichen ist.
