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SICHERHEIT Stärkere Kontrolle vor Schulen

ALEXANDER SCHMOLKE

DELMENHORST - DELMENHORST - Die Sommerferien sind fast vorbei. In der kommenden Woche machen sich rund 950 Delmenhorster ABC-Schützen zum ersten Mal auf den Weg in die Schule machen – ein leider nicht ganz ungefährlicher Gang.

Im Jahr 2004 wurden in Delmenhorst bei Schulweg-Unfällen drei Kinder leicht verletzt, eines schwer. Insgesamt kamen bei Verkehrsunfällen 60 Kinder zu Schaden, sechs davon erlitten schwere Verletzungen. Die Polizei will diese Zahl weiter verringern: „Schule, Polizei, Verkehrssicherheitskommission und Verkehrswacht werden alles in ihrer Macht Stehende tun, dass es so wenig Schulweg-Unfälle wie möglich gibt“, verspricht Gerd Schütte, Leiter der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land.

Die Unfallentwicklung im ersten Halbjahr 2005 zeige, dass die Polizei auf dem richtigen Weg sei. „Die Zahl der verletzten Kinder ist deutlich rückläufig“, so Schütte. Dieser Trend müsse anhalten – „denn jeder Unfall mit Personenschaden bedeutet Schmerz und Leid für die Unfallopfer und deren Angehörige“, sagt der Polizei-Chef.

Um das Risiko für die Kinder so weit wie möglich zu senken, wendet sich Schütte mit einer Bitte an alle Eltern, die ihren Nachwuchs mit dem Auto zur Schule bringen. Denn im vergangenen Jahr hätten sich die Beschwerden gehäuft: „In unmittelbarer Schulnähe herrschte oftmals ein Chaos, weil sich die Eltern nicht an die Verkehrsregeln hielten“, sagt Schütte und fügt in Richtung der Müttern und Väter mahnend hinzu: „Sie können nicht von den Kinder die Beachtung der Regeln verlangen, wenn Sie sich selbst aus egoistischen Gründen darüber hinwegsetzen!“ Die Polizei wird die Verkehrssituation vor Delmenhorsts Schulen genau beobachten und bei Vergehen konsequent einschreiten.

Die Polizeiinspektion bietet allen Eltern ihre Hilfe an: Sollten Mütter und Väter auf dem Schulweg ihrer Kinder gefährliche Stellen oder Situationen entdecken, können sie sich mit Polizeioberkommissar Willi Ihlo in Verbindung setzen. Seine Telefonnummer lautet 04221/1559152.

Sieben Ratschläge der Polizei

Die Polizei

erteilt den Eltern schulpflichtiger Kinder sieben wichtige Ratschläge. Wer sie beherzigt, kann laut Gerd Schütte „einen wesentlichen Beitrag zur Gefahrenminderung auf dem Schulweg leisten“.

• Nutzen Sie zur Festlegung des Schulweges für Ihr Kind die erstellten Schulwegpläne. Sie sind in allen Grundschulen erhältlich.

• Immer daran denken: Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste Weg.

• Gehen Sie zur Übung mit Ihrem Kind gemeinsam den sichersten Schulweg – und zwar des öfteren, denn „einmal ist keinmal“.

• Lassen Sie sich von Ihrem Kind den Schulweg erklären und prüfen Sie, ob das Kind die Gefahren kennt.

• Halten Sie Ihr Kind dazu an, möglichst nur an gesicherten Stellen die Straße zu überqueren.

• Schicken Sie Ihr Kind rechtzeitig auf den Schulweg, denn Eile und Hektik machen unaufmerksam.

• Kleiden Sie Ihr Kind so, dass es auch bei schlechter Witterung und Dunkelheit auffällt. Helle Kleidung ist dabei sehr hilfreich.

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