DELMENHORST - Am Sonnabend werden in der Stadt Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg 2000 Kinder eingeschult. Was für die Kids ein großer Tag ist, da ein neuer Lebensabschnitt beginnt, ist für Eltern oftmals noch mit Ängsten verbunden. Schließlich muss ein Großteil des Nachwuchses fortan den täglichen Weg zur Schule allein zurücklegen – und auf diesem können durchaus Gefahren im Verkehr lauern.

Darauf weist rechtzeitig vor dem Schulstart auch die Delmenhorster Polizei hin. Zwar werden im Rahmen der Verkehrsausbildung in den Kindergärten die Neu-Schüler auf ihren Weg zur Schule vorbereitet. „Doch das hier erworbene Wissen gilt es zu festigen und zu erweitern“, sagt Verkehrssicherheitsberater Willi Ihlo. Es solle obligatorisch sein, dass Eltern mit ihrem Nachwuchs den Weg zur Schule ausreichend üben. Die Kinder sollen dabei auf alle Gefahrenstellen hingewiesen werden. Zu wählen ist ein Weg, der möglichst wenige Querungsstellen enthält. Um sich zu überzeugen, ob das Kind das richtige Verhalten beherrscht, können Eltern die Rolle mit dem Kind tauschen und sich den Schulweg erklären lassen.

Zudem rät die Polizei Delmenhorst, die Erstklässler in der ersten Zeit nach der Einschulung noch zu begleiten und zu späteren Zeitpunkten immer mal wieder zu kontrollieren. Der Weg zur Schule sollte rechtzeitig angetreten werden. „Nur so kann Hektik verhindert werten. Hektik macht unaufmerksam und Unaufmerksamkeit erzeugt Unfälle“, erläutert Polizeioberkommissar Willi Ihlo.

Die Delmenhorster Polizei wird zum Schulanfang ihre Präsenz auf den Straßen verstärken: „Gerade wenn die Schüler sich nach sechs Wochen erstmals wiedersehen herrscht großer Enthusiasmus. Da werden auch schon mal gerne die Verkehrsregeln missachtet. Unsere Kollegen werden das Treiben auf den Straßen genau beobachten“, sagt Polizeisprecherin Susanne Mittag. Bestimmte Unfallschwerpunkte zum Schulanfang hätte es in der Vergangenheit nicht gegeben. „Das ist wohl auf unsere Präventionsarbeit in diesem Bereich zurückzuführen“, erläutert Mittag.