DELMENHORST - „Ich versuche eigentlich immer viel Zeitung zu lesen“, sagt Lara Speer. Geschadet hat es der 18-Jährigen nicht. Die Schülerin der Jahrgangsstufe 12 des Max- Planck-Gymnasiums ist ganz offensichtlich ein Rhetorik-Talent. Beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ siegte sie am Mittwoch in Gifhorn in ihrer Altersgruppe und sicherte sich damit das Ticket für den Bundeswettbewerb am 20. Juni in Berlin. Als Preis für ihren Erfolg in Gifhorn erhält sie zudem ein dreitägiges professionelles Rhetorik-Training, das auch auf das Bundesfinale vorbereitet.
Lara konnte bei der Frage „Soll im öffentlichen Dienst eine Migrantenquote eingeführt werden?“ den Wettbewerb der Jahrgangsstufen 11 bis 13 für sich entscheiden. Sie trat schlüssig und schlagfertig für eine entsprechende Regulierung ein. Rund 10 300 niedersächsische Schüler haben sich im laufenden Schuljahr am Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ beteiligt.
„Jugend debattiert“ ist ein Projekt der Hertie-Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator und der Heinz Nixdorf Stiftung in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler. Am Max-Planck-Gymnasium hat Lehrer Hans-Joachim Müller die Schülerinnen und Schüler für das Debattieren und die Teilnahme an dem Wettbewerb begeistert. Im vorigen Jahr nahmen die „Maxisten“ zum ersten Mal an „Jugend debattiert“ teil; Lara schaffte es bis ins Landesfinale.
In die Politik will die Schülerin trotz ihres Rhetorik-Talents nicht gehen. Nach dem Abitur will sie ein kulturelles Auslandsjahr machen und danach studieren, „vielleicht Medizin“.
