York - Mehr Leistungsdruck, weniger Spaß: Deutsche Kinder und Jugendliche sind in einem weltweiten Vergleich besonders schlecht auf die Schule zu sprechen. „Die Belastung für die Schüler steigt“, sagt der Berliner Schulpsychologe Klaus Seifried. Er warnt jedoch davor, das Umfrageergebnis zu verallgemeinern. „Es gibt auch viele Kinder, die jeden Tag mit einem Leuchten in den Augen in die Schule gehen.“
Für die „The Children’s Worlds“-Studie der britischen York Universität und der Schweizer Jacobs Stiftung wurden 56 000 Kinder in 16 Ländern verschiedener Kontinente befragt.
Die Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft seien höher geworden, sagt Seifried. Heute bräuchten Jugendliche einen Realschulabschluss, um beispielsweise Kfz-Mechaniker zu werden. Über Erfahrung mit Mobbing berichten deutsche Schüler neben denen aus Estland und England am häufigsten. Das könne psychosomatische Folgen haben, so der Psychologe.
