Oldenburg - Niedersachsens Hochschulen haben erneut die hohe Qualität ihrer Projekte zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses unter Beweis gestellt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat insgesamt rund 13,3 Millionen Euro zur Fortsetzung von drei bereits laufenden Graduiertenkollegs an niedersächsischen Hochschulen bewilligt. „Die Universitäten Oldenburg, Göttingen und Hannover konnten mit ihren Anträgen einmal mehr überzeugen. Dies zeigt, dass wir den wissenschaftlichen Nachwuchs in Niedersachsen erfolgreich fördern“, sagt die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic.

Graduiertenkollegs bieten Doktoranden die Chance, unter dem Dach eines gemeinsamen thematischen Forschungs- und Qualifizierungsprogramms und innerhalb eines Verbundes von betreuenden Hochschullehrern auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Graduiertenkollegs werden für maximal neun Jahre gefördert. Ziel der DFG ist es, die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft” intensiv vorzubereiten und gleichzeitig ihre frühe wissenschaftliche Selbstständigkeit zu unterstützen.

Das Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“ an der Universität Oldenburg wird mit rund drei Millionen Euro gefördert. Wie steht es um das „souveräne Subjekt“ angesichts zunehmender Überwachung und Ausspähung? Welche Bedeutung haben Reflexion und Kritik unter diesen Vorzeichen? Diese Fragen sind es, die Wissenschaftler aus acht Disziplinen in der zweiten Phase des Graduiertenkollegs behandeln. Sie erforschen die Handlungsmöglichkeiten des Subjekts, abweichend vom Alltagsverständnis, um zu einem besseren Verständnis unserer Gesellschaft beizutragen.